Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Nvidia hat mit seinen neuen Grafikkarten zwar ordentlich vorgelegt, doch auch AMD hat mit RDNA 2 noch was in petto. Auch Intel muss sich warm anziehen, denn mit Zen 3 kommt noch ein harter Gegenspieler auf den Markt.

Große Ankündigungen von AMD: Vorstellungstermine für RDNA 2 und Zen 3 bekannt gegeben

Noch in diesem Jahr und noch vor den neuen Konsolen sollen AMDs neue Grafikkarten und Prozessoren ins Rennen gehen – so viel war bereits bekannt. Nun wissen wir jedoch endlich, wann AMD seine neuen Produkte endlich der Öffentlichkeit vorstellen wird. Im Rahmen einer offiziellen Pressemitteilung kündigte der Nvidia- und Intel-Rivale die Vorstellungstermine für RDNA 2 und Zen 3 an.

Den Anfang machen AMDs neue Zen-3-Prozessoren. Diese werden bereits am 8. Oktober 2020 um 18 Uhr vorgestellt. AMD wird erneut auf das 7-nm-Verfahren setzen, das jedoch im Vergleich zu den Ryzen-3000-Prozessoren noch einmal verbessert wurde. Mit den neuen Ryzen-4000-Chips dürfte jedoch die lange Ära der AM4-Plattform ein Ende finden. Für die nachfolgende Generation an Ryzen-Prozessoren wird also höchstwahrscheinlich ein neues Motherboard fällig.

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AMDs neue Grafikkarten: Was wir vom „Nvidia-Killer“ erwarten können

AMDs neue RDNA-2-Grafikkarten werden dann am 28. Oktober um 18 Uhr präsentiert. Auch hier setzt AMD wieder auf das bewährte 7-nm-Verfahren, die Leistung pro Watt soll sich im Vergleich zum direkten Vorgänger trotzdem noch einmal um knapp 50 Prozent steigern. Nach aktueller Informationslage kann man jedoch davon ausgehen, dass AMD keine GPU in petto hat, die es mit Nvidias RTX 3080 oder gar der RTX 3090 aufnehmen kann. Selbst der „Nvidia-Killer“ Big Navi dürfte sich lediglich die RTX 3070 zur Brust nehmen.

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Doch sollte AMD an der Preisschraube drehen und wie schon bei RX 5700 und RX 5700 XT eine günstige Alternative zu Nvidias Karten bieten, könnte sich das am Ende dennoch auszahlen. Einziges Problem an der Sache: AMDs Timing passt nicht. Ende Oktober stehen bereits alle von Nvidia angekündigten Karten in den Regalen. Ob sich dieser Umstand am Ende auch in den Verkaufszahlen widerspiegelt, bleibt abzuwarten.