Amazon Echo Buds vorgestellt: Alexa-Kopfhörer mit Noise Cancelling von Bose

Stefan Bubeck

Unter der Bezeichnung „Echo“ verkauft Amazon in erster Linie Lautsprecher, die mit der digitalen Sprachassistentin Alexa gesteuert werden können. Der neueste Familienzuwachs macht Apples AirPods, Samsungs Galaxy Buds und andere True-Wireless-Kopfhörer Konkurrenz: Amazons erste eigene Earbuds trumpfen mit Geräuschdämmungstechnik von Bose auf und gehen mit einem unschlagbar günstigen Preis an den Start.

Amazon Echo Buds: Alexa hört immer mit

Ein Bluetooth-Kopfhörer, der ganz ohne Kabel auskommt und nur aus zwei kleinen Gehäusen besteht, die man sich in die Ohren steckt: Die Echo Buds gehören zur populären Gattung der True-Wireless-Earbuds. Mit einer Akkuladung laufen sie bis zu 5 Stunden, danach wandern sie zurück ins Etui, das auch als mobile Ladestation dient – so kommt man auf eine Gesamtlaufzeit von bis zu 20 Stunden. Im Jahr 2019 unverständlich: Geladen wird das Amazon-Echo-Dots-Etui über einen Micro-USB-Anschluss – dabei setzen viele Alternativen längst auf das modernere USB-C.

Ein großer Vorteil nennt sich „Hands-free with Alexa“: Also eine Alexa-Steuerung, die einfach per Zuruf aktiviert werden kann. Das erspart den Druck auf einen Button, der Träger der Echo Buds kann jederzeit drauflosreden und sich mit Alexa unterhalten. Hier das offizielle Herstellervideo:

Amazon Echo Buds: True-Wireless-Kopfhörer mit Noise Reduction und Alexa (Herstellervideo).

Für den Audio-Part hat man sich Expertise von Bose geholt. Das amerikanische Unternehmen liefert die Technik fürs Active Noise Cancelling (ANC, „Lärm-Auslöschung“), das Amazon bei den Echo Buds allerdings nur „Noise Reduction“ (Lärm-Reduzierung) genannt wird. Damit wird wohl angedeutet, dass Umgebungsgeräusche nur abgeschwächt, aber eben nicht ausgeblendet werden. Gut nachvollziehbar ist das anhand der Libratone Track Air+, deren ANC sich im GIGA-Test auch als weniger wirkungsvoll erwiesen hat, als man das von Over-Ears wie dem Bose QuietComfort 35 II her kennt. Rein technisch ist es aber immer das Gleiche, nämlich eine Kombination aus passiver Dämmung (Silikon-Passstück im Ohrkanal) und aktiv erzeugtem Gegenschall zur Auslöschung tiefer Frequenzen (z.B. Flugzeugbrummen).

Die Bedienung erfolgt wie gesagt per Stimme (Alexa) oder eben per Touch, direkt am Gehäuse. Auch für Sportler interessant: Ein integrierter Beschleunigungssensor zeichnet Aktivitäten auf, die Gehäuse der Earbuds sind wasser- und schweissdicht (IPX4). Das Etui der Echo Buds ist mit 57 × 77 × 29 mm allerdings nicht besonders kompakt. Zum Vergleich: Das Ladecase der Apple AirPods misst vorbildliche 44,3 × 53,5 × 21,3 mm.

Amazon Echo Buds: Preis und Verfügbarkeit

In spannenden Segment der True-Wireless-Kopfhörer tummeln sich bereits zahlreiche Hersteller wie Sony, Apple, Sennheiser, Beats und Libratone – da kommt Amazon vielleicht etwas spät dazu. Macht aber nichts, denn der IT-Gigant wirbelt die Branche einfach mit einem Kampfpreis durcheinander: Für nur 130 US-Dollar sind die Echo Buds bei Amazon (US) vorbestellbar, geliefert werden sie ab 30. Oktober 2019. Preislich also deutlich niedriger als zahlreiche Konkurrenzprodukte.

Unsere Einschätzung: Ein vielversprechender Kopfhörer, auf den sicherlich einige Kunden schon lange gewartet haben. GIGA hat Amazons Pressevertretung nach einem Verkaufsstart der Echo Buds in Deutschland gefragt. Diese kann sich dazu nicht äußern, denn das Produkt wurde bei der Vorstellung von Amazon nicht für Deutschland angekündigt. Das kann sowohl heißen, dass wir die Amazon Echo Buds hierzulande nicht bekommen werden, als auch, das wir einfach nur einige Monate später dran sind. Wir halten euch an der Stelle auf dem Laufenden.

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