Corona-Zeit ist Fernsehzeit, zumindest ist der heimische TV heiß umkämpft, wenn man denn die Quarantäne mit der bessern Hälfte verbringen darf. Bei mir sorgt nun eine App für iPhone, iPad, Mac und Android-Handy für einen willkommenen Waffenstillstand – lasst euch in der aktuellen Wochenend-Kolumne davon erzählen.

 

Xbox One X

Facts 
Xbox One X

Wer sich den TV in der guten Stube mit Freund oder Freundin teilt, kennt den täglichen Kampf um die Nutzungsrechte. Heute du, morgen ich. Was aber, wenn die von mir erst kürzlich erworbene Xbox One X so feiste lächelt und mich zu einem Spielchen drängt? Die Anschaffung eines zweiten Fernsehers ist aufgrund überschaubarer Platzverhältnisse keine wirkliche Option, doch was dann? Den offenen Konflikt suchen? Keine gute Idee, schließlich schweißt uns Corona ja alle zwangsweise noch enger zusammen im Zeichen der sozialen Distanz – zumindest, wenn man unter einem Dach wohnt.

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Xbox-Spiele auf iPad, Mac und Android: Diese App hilft im TV-Krieg

Schützenhilfe bei den Friedensverhandlungen liefert mir nun eine App, die ich in diesem Zusammenhang erst kürzlich entdeckte. Wer Windows 10 verwendet, der kann von Haus aus seinen Rechner oder das Tablet quasi als Display für die Xbox verwenden – die Inhalte werden kurzerhand gestreamt. Apple- und Android-Nutzer aber schauen in die Röhre. OneCast behebt diesen Missstand – selbst mein altes iPad Air 2 taugt da noch als „mobile Xbox“. Befinde ich mich in Reichweite der Konsole, kann ich sogar den normalen Controller zur Steuerung benutzen, alternativ aber auch die virtuellen Tasten auf dem Display oder aber jeden geeigneten Gamecontroller für iOS. Die Bildqualität ist überraschend gut und knackig scharf. Damit dies aber alles entsprechend funktioniert, sollte die Xbox One per Ethernet mit dem heimischen Netz verkabelt sein und ein WLAN im 5-GHz-Bereich verwendet werden.

Entwickler: Owen Stanley
Preis: 12,99 €

Aber auch mein fünf Jahre altes MacBook Pro wird per OneCast-App zur Xbox. Allerdings muss ich für eine bessere Performance die Bildqualität reduzieren, was dann auf dem größeren Display nicht mehr ganz so knackig wirkt, aber immer noch bestens funktioniert. Der Xbox-Controller lässt sich dann übrigens auch per USB oder Bluetooth am Mac anschließen. Und auch für Android-Nutzer gibt's die App, so werden auch diese Smartphones und Tablets zu einer Art zweiten Xbox fürs eigene Zuhause. Apropos: Dies wäre dann auch eine Einschränkung, denn übers Internet werden die Spiele nicht gestreamt – kann ich aber verschmerzen, weil für mich absolut nicht notwendig.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Kostet was, kann was ...

Kostenlos ist dies aber alles nicht, doch dafür gut angelegt, finde ich. Die iPhone/iPad-Version will mit 12,99 Euro bezahlt sein, für Android werden 13,75 Euro fällig und für den Mac kostet OneCast 22,93 Euro – kann aber zunächst kostenfrei für 14 Tage getestet werden. Die entsprechenden Downloads finden sich im App Store und auf der Seite des Anbieters.

Nicht mehr taufrisch, aber noch immer aktuell – die Xbox One X:

Xbox One X Project Scorpio Edition

Mein Resümee: So lässt sich die Corona-Quarantäne auch am TV aushalten, ohne dass es zum täglichen Zank kommt – der Fernseher ist endlich befriedet. Geschossen und sich bekriegt wird nur noch auf der Xbox selbst, nicht mehr auf der Couch – was ein Glück in diesen schwierigen Zeiten.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.