Noch vergehen einige Monate ins Land, doch so viel ist sicher: Das neue iPhone 12 wird im Herbst auf Kundenfang gehen. Nun verrät ein anerkannter Apple-Experte ein weiteres Top-Feature des neuen Handys.

 

iPhone 2020

Facts 

Eine optische Bildstabilisierung gehört seit Jahren zum guten Ton der Smartphone-Fotografie. Auch das aktuelle iPhone 11 Pro macht da keine Ausnahme, allerdings greift dieses Merkmal allein bei Fotos und Videos unter Verwendung der Tele- und Weitwinkellinse. Verwendet der Nutzer das Ultraweit-Objektiv muss man auf die nützliche Bildstabilisierung verzichten. Dieses Problem soll in Zukunft mit dem iPhone 12 der Vergangenheit angehören.

iPhone 12 Pro: So will Apple immer scharfe Bilder garantieren

Der immer gut informierte Apple-Experte Ming-Chi Kuo verrät uns von einem neuen Feature des kommenden Apple-Handys: „Sensor-shifting Image Stabilization“ (Sensor-verschiebende Bildstabilisierung). Was können wir uns darunter vorstellen? Ganz einfach, die Stabilisierung wird direkt am Kamerasensor selbst festgemacht und ist so nicht mehr von einem bestimmten Objektiv abhängig. Ergo: Die „ruhige Hand“ der Stabilisierung kann für alle Brennweitenbereiche eingesetzt werden. Laut MacRumors soll die neue Technologie auch zu besseren fotografischen Ergebnissen beim Einsatz von Aufstecklinsen führen.

Blick über den Tellerrand – eine Periskop-Linse wie beim Huawei P30 Pro gibts es erst später im iPhone:

Huawei P30 Pro im Kameratest

Jedoch werden zunächst nicht alle Kunden vom neuen Top-Feature profitieren können. Kuo verspricht die Funktion nämlich allein für das neue Top-Modell des iPhones mit 6,7-Zoll-Display. Die anderen drei Modelle gehen also leer aus. Erst 2021 soll laut Kuo dann das neue Stabilisierungs-Feature auch auf andere Modelle ausgeweitet werden. Zur Erinnerung: Insgesamt vier Versionen des iPhone 12 soll es im Herbst 2020 geben – zwei Pro-Modelle mit Triple-Kamera (6,1 und 6,7 Zoll) und zwei Standardvarianten mit Dual-Kamera (5,4 und 6,1 Zoll). Interessant: Das Branchenmagazin DigiTimes wiederum sieht den Einsatz von „Sensor-shifting Image Stabilization“ dagegen schon beim kleineren Pro-Modell mit 6,1-Zoll-Display. Apropos: Erwartet wird für die Top-Modelle ebenso ein neuer ToF-Sensor für AR-Anwendungen, der feierte erst kürzlich als „LiDAR-Sanner“ Premiere im neuen iPad Pro.

So oder so ähnlich erhofft man sich das iPhone 12:

Optisches Zoom kommt 2022 zum iPhone

In zwei Jahren wird's dann noch spannender, denn laut Kuo soll 2022 das erste iPhone mit einer Periskop-Linse erscheinen und so ein echtes optisches 5-fach-Zoom beinhalten. Die Android-Konkurrenz kann darüber aber nur müde lächeln, denn beispielsweise kennt man diese Technik schon vom Huawei P30 Pro aus diesem Jahr – Apple wäre im Jahr 2022 demzufolge ein wenig spät dran.