Nvidia GeForce GTX 1650: Technische Daten, Preis und Release

Robert Kohlick

Nvidia baut sein Angebot an Mittelklasse-Grafikkarten mit Turing-Architektur weiter aus. Mit der Nvidia GeForce GTX 1650 schickt der Grafikprozessoren-Entwickler einen weiteren Chip ins Rennen, der an den Erfolg der günstigen GTX 1050 Ti anknüpfen und gleichzeitig der günstigen RX 570 von AMD das Wasser abgraben soll. 

Nvidia GeForce GTX 1650: Günstige Turing-Grafikkarte für Einsteiger

Erst die GTX 1660 Ti, dann die GTX 1660 und jetzt die GTX 1650. Nach der Veröffentlichung der etwas leistungsstärkeren, dafür deutlich teureren RTX-Grafikkarten versucht Nvidia nun auch im Mittelklasse-Segment wieder Fuß zu fassen. Mit der GTX 1650 stellte das Unternehmen am 23. April 2019 eine weitere Turing-Karte vor, die auf zusätzliche Tensor- und Raytracing-Rechenkerne verzichtet, dafür aber mit einem sehr geringen Stromverbrauch und günstigen Preis auftrumpfen kann.

Wie schon bei den beiden größeren Brüdern, verzichtet Nvidia auch bei der GTX 1650 auf eine hauseigene Founder’s Edition. Stattdessen werden die Karten nur als Custom-Varianten von diversen Partnern verkauft – darunter MSI, Asus, Gigabyte und Zotac. Aktuell liegt das .

Nvidia GeForce GTX 1650: Technische Daten in der Übersicht

Doch was genau steckt drin, in Nvidias neuer Grafikkarte? Wir haben die wichtigsten Eckdaten zur GTX 1650 für euch zusammengetragen und sie denen der GTX 1660 und GTX 1660 Ti gegenübergestellt:

GTX 1650 GTX 1660 GTX 1660 Ti
Chiptakt 1.485 MHz/ 1.665 MHz Boost 1.530 MHz / 1.785 MHz Boost 1.500 MHz / 1.770 MHz Boost
Shader 896 1.408 1.536
TDP 75 Watt 120 Watt 120 Watt
VRAM 4 GB GDDR5 6 GB GDDR5 6 GB GDDR6
Speichertakt 8 GHz 8 GHz 12 GHz
Speicherinterface 128 Bit 192 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 128 GB/s 192 GB/s 288 GB/s

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Nvidia GeForce GTX 1650: Für wen lohnt sich die günstige Grafikkarte?

Nvidia selbst spricht von einem Performanceanstieg von bis zu 70 Prozent im Vergleich zur GTX 1050. Mit der RX 570 kann die Leistung der neuen Einsteiger-Grafikkarte von Nvidia aber nicht mithalten. Je nach Spiel liegt die Performance der GTX 1650 zwischen 10-15 Prozent hinter dem Pendant von AMD.

Dafür liegt der Stromverbrauch der GTX 1650 im Vergleich zum Konkurrenzprodukt von AMD deutlich niedriger – und zwar so niedrig, dass man keinen separaten Stromanschluss zum Betrieben der Grafikkarte braucht. Dank einer maximalen TDP von 75 Watt kann die GPU allein über das Motherboard des PCs betrieben werden.

Mit einer Grafikleistung, die nicht mit der einer RX 570 mithalten kann, dürfte die neue Grafikkarte von Nvidia für viele PC-Spieler erst nach einem saftigen Preissturz interessant werden. Die RX 570 von AMD mit 4 GB Videospeicher ist aktuell für rund 120 Euro zu haben und damit nicht nur knapp 35 Euro günstiger als die Einsteiger-Karte mit Turing-Architektur vom Konkurrenten, sondern auch noch deutlich schneller. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet aktuell auf jeden Fall die RX 570. Interessant könnte die GTX 1650 aber trotzdem für das Aufrüsten von Bürorechner sein. In diesen werden meist nur leistungsarme Netzteile ohne zusätzlichen Anschlüsse für eine Grafikkarte verbraucht – ein passendes Anwendungsszenario für die stromsparende Nvidia-Karte.

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