Während AMD Nvidia im Oberklasse-Segment nichts entgegenzusetzen hat, macht Team Rot der Konkurrenz in der Mittelklasse das Leben schwer. Das zeigt sich auch an den jüngsten Verkaufszahlen von Mindfactory. In einem Bereich ist AMD dem Erzrivalen weit überlegen. 

Nvidia schwächelt in der Mittelklasse: AMD dominiert die Verkaufszahlen

Wer auf Raytracing verzichten kann und sich für etwa 400 Euro eine neue Grafikkarte zulegen möchte, der bekommt im Moment das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bei AMD geboten. Das scheinen auch die Kunden so zu sehen, denn wie die aktuellen Verkaufszahlen von Mindfactory belegen, hat AMD in diesem Preisbereich ganz klar die Hosen an.

3DCenter hat die Verkaufszahlen von Nvidias RTX 2060 SUPER, 2070 SUPER, 2080 SUPER sowie AMDs RX 5700 und RX 5700 XT zusammengetragen und gegenübergestellt. Das Ergebnis: Im Preissegment von rund 400 US-Dollar konnte AMD seit dem Sommer 2019 bis zum Jahresende deutlich mehr Grafikkarten über den deutschen Hardware-Händler verkaufen als Nvidia. Während RX 5700 und RX 5700 XT 4.510 bzw. 13.690 über die Ladentheke wanderten, gingen nur 5.315 Modelle der RTX 2060 SUPER über den Tisch. In diesem Fall ein klarer Sieg für AMD.

Beliebtes Custom-Modell der RX 5700 XT bei Mindfactory anschauen

Auch im CPU-Bereich kann AMD aktuell der Konkurrenz die Stirn bieten:  

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Keine AMD-Alternative im Angebot: Nvidia dominiert die Oberklasse

Gleichzeitig ist aber auch Nvidias Erfolg im gehobenen Preissegment durchaus eine Rede wert. Die RTX 2080 SUPER wurde immerhin 3.490 Mal verkauft, von der RTX 2070 SUPER gingen sogar gleich 13.175 Einheiten weg. Dass sich die RTX 2070 SUPER aktuell so gut verkauft, dürfte an ihrem durchaus attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis liegen. Die Karte wird immer mal wieder für rund 500 Euro angeboten, bietet aber beinahe das gleiche Leistungsniveau einer RTX 2080, die in der Regel aber locker 100 Euro mehr kostet.

Einen Komplettüberblick über den gesamten Grafikkartenmarkt bieten die Verkaufszahlen von Mindfactory natürlich nicht. Sie sind aber ein guter Indikator für Tendenzen– vor allem für den deutschen Markt.