Google Project Glass: Hardware patentiert – UI noch in Arbeit

Daniel Kuhn 8

Als Google Anfang April nicht nur Prototypen, sondern auch ein Promovideo des mittlerweile sagenumwobenen Project Glass auf Google+ veröffentlicht hatte, war die Begeisterung allgemein sehr groß. Die Hardware sieht nicht nur sehr cool aus, auch die Benutzeroberfläche (UI), die im Video zu sehen war, löste einen sofortigen Kaufreiz aus. Die Hardware, also die eigentliche Brille, hat sich Google nun patentieren lassen, die UI ist allerdings noch weit von den im Video gezeigten Einblendungen entfernt.

Google Project Glass: Hardware patentiert – UI noch in Arbeit

Da sich das Project Glass noch in einer relativ frühen Testphase befindet, haben wir uns schon gedacht, dass es sich bei dem Promovideo nur um eine Studie handelt und das derzeitige Produkt noch nicht so weit sein kann. Diese Vermutung hat ein Google-Sprecher nun gegenüber CNET bestätigt. Die Informationen werden vorerst nicht im direkten Sichtfeld des Benutzers eingeblendet, sondern am oberen Rand – vergleichbar mit dem Rand eines aufgespannten Regenschirmes. Die Prototypen, die bereits in freier Wildbahn von Google-Mitarbeitern getestet werden, sind aber bereits funktionsfähig und begeistern die Träger immer wieder durch die simple Interaktion mit dem Gerät.

Da das Projekt noch in einer frühen Phase steckt und die genauen Funktionen und Möglichkeiten noch erforscht werden, steht auch die UI noch nicht fest. Dass die Informationen nicht direkt im Sichtfeld des Nutzers dargestellt werden, erscheint durchaus logisch – es dürfte technisch einfacher umzusetzen sein, die Informationen zur Umgebung immer an gleicher Stelle darzustellen, statt sie am entsprechenden Ort im Sichtfeld einzublenden. Dies dürfte sich aber natürlich später durch Updates ändern lassen, so dass wir vielleicht doch irgendwann eine Terminator-artige Sicht auf die Dinge erhalten.

Ende Juni findet die Entwicklermesse Google I/O statt und wir erwarten, spätestens in diesem Rahmen mehr von Project Glass zu sehen. Bis die Brille allerdings für Endkunden erhältlich ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

Quelle: CNET und Engadget [via Slashgear]

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