Wer trotz Maske oder Mundschutz sein iPhone oder Android-Handy per Gesichtserkennung entsperren möchte, der steht vor einem gewaltigen Problem. Schließlich verlangen Face ID und Co. „freie Sicht“ aufs Antlitz des Nutzers. Doch es gibt einen Trick – GIGA verrät ihn euch.

 

Coronavirus: News und Tipps & Tricks, wie ihr die Zeit zu Hause übersteht

Facts 
Update vom 27. April 2020: Ab heute gilt in fast allen Bundesländern eine „Maskenpflicht“ – in Schleswig-Holstein gilt die Regelung ab Mittwoch ebenso. In fast allen Ländern muss dann, sowohl im öffentlichen Nahverkehr, als auch in Geschäften ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Wer mit einer solchen Maske sein iPhone oder Android-Handy dennoch per Gesichtserkennung entsperren will, der sollte diesen Trick heute unbedingt kennen.

In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gibt’s sie schon: Die Maskenpflicht in Zeichen der Corona-Pandemie. Nun folgen auch die restlichen Bundesländer und schreiben den Mundschutz in Teilen der Öffentlichkeit vor. So nützlich dies auch sein mag, so schwierig gestaltet sich damit die Nutzung von iPhones und Android-Handys. Die werden heutzutage ja meist per Gesichtserkennung entsperrt, die scheitert aber mit aufgesetzter Maske und die lästige Eingabe des Pins muss zwangsweise erfolgen.

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iPhone mit Face ID trotzt Maske entsperren: Funktioniert mit diesem Trick

Ein Trick aus China lässt uns nun auch mit aufgesetztem Mundschutz das iPhone entsperren und auch für Android-Handys gibt’s Abhilfe. Widmen wir uns zunächst dem iPhone und Face ID. Apples Gesichtserkennung gilt als besonders sicher und will daher gekonnt ausgetrickst werden. So gehen wir vor:

  • Wir öffnen die Einstellungen und gehen zum Punkt „Face ID & Code“.
  • Jetzt wählen wir „Alternatives Erscheinungsbild konfigurieren“.
  • Nun folgt der eigentliche Trick: Wir falten die Maske mittig und bedecken nur etwa das halbe Gesicht damit. Wenn der Face-ID-Assistent „rumzickt“ , gilt es die Gesichtsmaske leicht zur Seite zu ziehen, bis die Aufforderung folgt den Kopf zu drehen.
  • Nach erfolgreicher Konfiguration des alternativen Erscheinungsbildes sollte die Entsperrung des iPhones auch mit aufgesetzter Maske gelingen.

Gut zu wissen: Etwaige Erkennungsfehler sind anfänglich möglich. In dem Fall wie gewohnt zunächst mit Pin entsperren, mit der Zeit lernt das iPhone, dass das eben abgelehnte Gesicht doch zugangsberechtigt ist, und die Gesichtserkennung bessert sich.

Kurios, aber nützlich – Apple selbst ist jetzt unter die Maskenhersteller gegangen und produziert jetzt diesen Gesichtsschutz:

Im Einsatz gegen Corona: Apples Gesichtsschutz im Video erklärt.
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Face ID: Geht’s noch?!

Android-Handy und Maske: So klappt’s mit der Entsperrung

Bei Android-Handys gestaltet sich der Ablauf oft einfacher, da die Gesichtserkennung meist weniger komplex ist und sich einfach ein alternatives Aussehen mit Maske abspeichern lässt. Folgend eine kurze Anleitung – die Beschreibung der Menüpunkte kann je nach Gerät etwas unterschiedlich sein, sollte jedoch ähnlich lauten. Legen wir los:

  • Wir öffnen die Einstellungen und navigieren zu „Biometrie & Passwort“ beziehungsweise „Biometrische Daten und Sicherheit“.
  • Jetzt tippen wir auf „Face Scan“, alternativ auf „Gesichtserkennung“.
  • Im letzten Schritt folgt nun der Punkt „Alternativen Look registrieren“ beziehungsweise „Neues alternatives Aussehen“. Nun setzen wir die Maske auf und folgen einfach den Anweisungen auf dem Handy – fertig.

Ab sofort sollte uns das Android-Handy nun auch mit aufgesetztem Mundschutz erkennen. Derart gewappnet müssen wir weder den Pin ständig eingeben, noch die Maske für die Erkennung absetzen.