Eigentlich sah es so aus, als würde Nvidia mit seinen neuen Grafikkarten einen riesigen Erfolg feiern können. Doch der Start der neuen GPU-Generation wurde von allerlei Problemen begleitet, welche die Kunden jetzt ausbaden dürfen. An einem davon sind laut Nvidia die PC-Spieler selbst schuld. 

 

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Zu wenige Grafikkarten auf Lager: Nvidia weist die Schuld von sich

Egal ob Nvidia GeForce RTX 3080 oder RTX 3090, wer sich nach dem Verkaufsstart eine der beiden neuen Grafikkarten kaufen wollte, guckt aktuell in die Röhre. Fast überall sind die beiden Modelle ausverkauft, nur auf eBay werden sie noch angeboten – kosten dafür aber ein halbes Vermögen. Damit sich das gleiche Szenario nicht mit der RTX 3070 wiederholt, hat Nvidia bereits reagiert und den Startschuss der Grafikkarte um zwei Wochen nach hinten verschoben.

Während einer Pressekonferenz gab Nvidia-CEO Jensen Huang angemerkt, dass nicht der Grafikkartenhersteller die Ursache für die problematische Situation ist, sondern die Spieler selbst:

„Bei den Modellen 3080 und 3090 haben wir ein Problem mit der Nachfrage, nicht mit der Versorgung. Die Nachfrage ist viel größer, als wir erwartet haben – und wir haben wirklich viel erwartet.“

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Aktuell beinahe überall ausverkauft – die Nvidia GeForce RTX 3080: 

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Laut Jensen Huang handelt es sich hierbei auch nicht wirklich um ein „Problem“. Der Geschäftsführer von Nvidia betitelt die Situation als ein „Phänomen“ und beteuert noch einmal, dass es sich hierbei „nicht um ein echtes Problem handelt, das man lösen muss“. Das dürfte die wartende Kundschaft jedoch anders sehen.

Schlechte Nachrichten für PC-Spieler: Neue Nvidia-Karten bleiben vorerst knapp

An diese richtet Huang noch eine weitere Hiobsbotschaft. Denn laut der Einschätzung des Nvidia-Chefs wird der Engpass noch mindestens bis zum Ende des Jahres bestehen bleiben. Kunden sollten sich also bis zum Jahreswechsel auf ausverkaufte Shops und utopische Preise bei Händlerplattformen wie eBay einstellen.

Nvidia dürfte sich über den bombastischen Erfolg seiner RTX-3000-Karten freuen, am Ende müssen aber die Kunden die fehlerhafte Einschätzung des Konzerns ausbaden. Unter Umständen schafft es AMD mit seinen RX-6000-Karten die Nachfrage nach den Modellen von Nvidia zu senken – es bleibt spannend.