Spotify-Alternative: Warum SoundCloud für manche Nutzer die bessere Wahl ist

Stefan Bubeck

Die Auswahl an Songs bei Spotify und Apple Music ist gigantisch – aber trotzdem findet man hier nicht alles. Vor allem Freunde elektronischer Musik und individueller Remixe gehen deshalb lieber zu SoundCloud, wo kürzlich ein neuer Rekord gebrochen wurde.

Bei SoundCloud wurde der 200 Millionste Song hochgeladen

Wie das Soundcloud-Team in einem Blogbeitrag stolz verkündet, umfasst die Song-Datenbank des Musikstreaming-Dienstes nun über 200 Millionen Songs. Erreicht wurde dieser Meilenstein mit den Upload des Songs „Eye Ring“ der Sängerin Francesca Lombardo.

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Zum Vergleich: Bei Apple Music stehen aktuell 50 Millionen Songs zur Auswahl, bei Spotify sind es 40 Millionen. Das ist jeweils mehr, als man in seinem Leben anhören könnte, aber eben deutlich weniger als bei SoundCloud.

Wie kommt es zu diesem riesigen Vorsprung? Nun, genau das ist vielleicht auch der Haken an der Sache: Denn bei SoundCloud findet man tonnenweise Mashups, Remixes, DJ Sets und so weiter – es sind also weniger die „offiziellen“ Releases, die zur großen Auswahl beitragen, sondern Material aus der Musik-Community. Einiges davon befindet sich zudem in einer rechtlichen Grauzone, wo Lizenzfragen mit den Rechteinhabern unter Umständen nicht vollständig geklärt sind.

Den Nutzer muss das nicht kümmern: Vor allem Fans von Hip Hop und House/Techno geht bei SoundCloud das Herz auf, denn so mancher Remix ist sogar noch besser als das Original. Zudem kann es gut sein, dass man an einem Wochenende ein Festival besucht und manche der gehörten DJ-Sets dann kurze Zeit später bei SoundCloud zu finden sind. Hier schaut man bei den Konkurrenten eher mal in die Röhre.

SoundCloud: Auf der Suche nach Abonnenten

Seit August 2017 steht SoundCloud unter der Führung von CEO Kerry Trainor. Dieser kam inmitten einer turbulenten Phase, als der Dienst mit Massenentlassungen und hohen Verlusten in die Schlagzeilen geriet. Mittlerweile hat sich die Lage dank einer Finanzspritze von Investoren etwas beruhigt.

Trotzdem bleibt die Herausforderung, in Sachen Bezahlabos in die Nähe der Konkurrenten Spotify und Apple zu rücken, die hier weit voraus sind. Die 200 Millionen-Songs-Auswahl bringt dem Streaming-Dienst nämlich nichts, wenn letzten Endes nur wenige Nutzer den kostenpflichtigen Dienst SoundCloud Go+ (9,99€/Monat) buchen.

Wie steht ihr zu SoundCloud und welches ist der beste Streaming-Dienst für Musik? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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