Hat Apple eine Funktion der neuen Apple Watch Series 6 vielleicht zu früh auf den Markt gebracht, fehlt es an der notwendigen Reife der Smartwatch? Die Vermutung könnte man haben, nach dem Studium zahlreicher Anwenderberichte.

 

Apple Watch 6

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Das Highlight abseits neuer Farben ist sicherlich die Blutsauerstoffmessung der neuen Apple Watch Series 6 – keine andere Apple-Smartwatch kann so etwas. Doch kann sie es auch gut genug? Daran gibt's Zweifel, wie die Kollegen von heise berichten. Die beschreiben nämlich den Ärger vieler Kunden, die immer wieder Probleme damit haben, so brechen viele Versuche der Blutsauerstoffmessung einfach mit einer Fehlermeldung ab. Doch woran kann dies liegen?

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Apple Watch Series 6 scheitert oftmals an Blutsauerstoffmessung

Apple meint, ursächlich für derartige Fehler seien Bewegungen und Finger, die man während der Messung nicht still hält. Doch selbst wenn man dies ausschließen kann und den Arm beispielsweise ruhig auf den Tisch postiert, werden Messungen abrupt eingestellt. Was könnte es dann sein? In vielen Fällen liegt der Sensor nicht dicht genug am Arm an, zum Beispiel wenn der Nutzer Armbänder trägt, die zu locker gespannt sind. Typisch wäre dies vor allem bei Gliederarmbändern und auch bei Apples Sport-Armbändern aus Silikon. Ergo: Lieber etwas enger schnallen.

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Doch damit enden die Beschwerden noch nicht. So gibt's wohl auch etwaige Streuungen bei der Messung: Eben noch 100 Prozent SpO2, kurz darauf werden nur noch 95 Prozent ausgegeben, dabei hat sich die Uhr nur minimal am Handgelenk verschoben. Zudem dauert die Messung an sich sehr lange, ein normales Pulsoximeter für die Fingerkuppe ist da wesentlich flinker.

Quintessenz: (Noch) keine medizinische Funktion

Ergo: Man gewinnt den Eindruck, dass das Feature der Blutsauerstoffmessung bei der Apple Watch Series 6 noch nicht wirklich ausgereift ist und noch jede Menge Potenzial für Verbesserungen bietet. So dürfte es bei allen beschriebenen Problemen schwierig sein, wie von Apple versprochen, korrekte Messungen mit der Apple Watch auch im Hintergrund durchzuführen. Immerhin, Apple ist sich dem wohl bewusst und verkauft die Funktion momentan nur als geeignet für „Wellness- und Fitness-Zwecke“, um eine echte, medizinische Funktion wie beim EKG der Smartwatch handelt es sich also (noch) nicht.