PS5 und Xbox Series sind kaum zu kaufen und der Chipmangel legt weltweit die Produktion von neuen Geräten lahm. Das Jahr 2020 endete turbulent. Wie viel oder wenig sich an der Situation geändert hat, erfahrt ihr in unserem GIGA-Headlines-Jahresrückblick.

 
PlayStation 5
Facts 

War 2021 nur ein „2020 Teil 2“? Immerhin dürfte es etwas entspannter gewesen sein, Facebook war ja schließlich einige Stunden down.

Der Chipmangel und seine Folgen

Dank des anhaltenden Chipmangels kommt die Produktion von PS5 und Xbox Series nur schwer in die Gänge. Und wenn etwas produziert wird, wird es gleich wieder von Scalpern weggeschnappt.
Irgendwie überrascht es da, dass Sony es trotzdem geschafft hat, 13,4 Millionen PS5 zu verkaufen.
Bei Microsoft sieht es etwas schlechter aus: Gerade einmal 8 Millionen Xbox Series wurden bis zuletzt an die Gamer gebracht. Dennoch legte die Xbox Series den besten Start einer Xbox überhaupt hin.

Aber nicht nur Konsolen waren Mangelware. Auch die bereits knapp bemessenen Grafikkarten-Bestände wurden knapper.
Nvidia versucht zumindest etwas gegenzusteuern: Vor ein paar Wochen wurde die RTX 2060 wieder aus der Versenkung geholt, mit etwas mehr RAM und CUDA-Kernen. Offiziell ist sie auf dem Markt, finden kann man sie aber auch nicht, wenn man danach sucht.
Und wann ist diese Situation endlich zu Ende? Dazu sagt AMD-Chefin Dr. Lisa Su, dass sie erst in der zweiten Jahreshälfte von 2022 mit einer Entspannung des Marktes rechnet. Xbox-Chef Phil Spencer vertröstet ebenfalls auf nächstes Jahr.

Windows 11 vorgestellt

Bereits im Sommer tauchte eine geleakte Version auf, die erste Hinweise auf das neue Interface gegeben hat. Seit dem Herbst dürfen wir Windows 11 offiziell verwenden, sofern die eigene Hardware aktuell genug ist.
Bisheriges Fazit: Wir warten noch ab, bis Microsoft die letzten Probleme fixt oder bei kuriosen Entscheidungen wieder zurückrudert.

Größerer M1-Chip für neue Macs

Auch im Jahr 2021 gab es nun eine Welle an neuen Apple-Produkten ohne Intel-Chips: Angefangen mit dem neu-designten iMac und eine ganze Reihe neuer MacBooks – die wider Erwarten nicht zur WWDC angekündigt wurden – mit noch mehr Power durch M1-Pro- und M1-Max-Chips.

Im kommenden Jahr rechnen wir dann mit einem neu-designten Mac Pro und den fehlenden iMac-Größen, damit sich Apple endgültig von Intel verabschiedet hat.

Intel greift mit „Alder Lake“ an

Mit der 12. Core-i-Generation, Codename „Alder Lake“, kam in diesem Jahr endlich wieder Konkurrenz in den CPU-Markt.
Intel hat sich bei ARM-Chips inspirieren lassen und mit Alder Lake eine CPU mit einer „big.LITTLE“-Architektur vorgestellt. Das heißt: Große Cores für mehr Performance neben kleinen Cores für mehr Energieeffizienz. In der Summe liegt Alder Lake in Benchmarks ganz weit vorne, nachdem AMD durch die Ryzen-Prozessoren in den vergangenen Jahren fast schon uneinholbar schien.

Nintendo veröffentlich neues Switch-Modell

Mit der Switch OLED gibt es endlich ein Update der in die Jahre gekommenen Switch-Konsole.
Unser Fazit: Das größere OLED-Display hinterlässt einen positiven Eindruck. Bei fast gleichbleibender Größe wirkt die Konsole durch die geschrumpften Ränder deutlich moderner.
Nur eine Switch Pro haben wir nicht gesehen. Das ist vor allem für die schade, die auf ein 4K-Upgrade gehofft haben, oder dass man Spiele endlich in 60 Bildern pro Sekunde oder überhaupt ruckelfrei spielen kann.

Valve kündigt „Steam Deck“ an

Mehr Leistung erwarten wir dafür von Valves Steam Deck. Der Handheld wurde im Juli angekündigt und verspricht PC-Titel für unterwegs. Wie viele wirklich im auf Linux basierenden SteamOS laufen werden, wird sich 2022 zeigen, dann wird der neue Handheld ausgeliefert.