Apple Watch (1. Generation): Das ist die erste Smartwatch von Apple

Sebastian Trepesch

(Update) Mit der Apple Watch steigt der iPhone-Hersteller im April 2015 in den Markt der Smartwatches ein. Andere Firmen sind schon deutlich weiter und bieten bereits die zweite oder dritte Generation an. Dafür will Apple von Beginn an vieles besser machen. Ein Überblick zur Apple Watch:

Apple Watch: Ersteindruck zur Uhr von Apple.

9. September 2014: Großer, großer Beifall, Tim Cook reißt jubelnd die Arme nach oben: Jetzt ist es so weit, nach Jahren von Gerüchten präsentiert Apple tatsächlich die „iWatch“, allerdings mit dem Namen „Apple Watch“. Manch einer mag schon gar nicht mehr geglaubt haben, dass die Apple-Uhr überhaupt erscheinen wird. Nicht nur für den CEO war dies es ein großer Augenblick, sondern für den gesamten Konzern. Schließlich wurde schon lange auf ein komplett neues Produkt gewartet, um daran (berechtigt oder unberechtigt) die Innovationskraft des Teams ohne Steve Jobs zu messen. Mit der Apple Watch will Apple natürlich vieles besser machen als die Konkurrenz. Apple hat deshalb neue Technologien und ein neues Bedienkonzept entwickelt.

  

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Die Apple Watch in Bildern.

Das ist die Apple Watch: eine Smartwatch

Die Apple Watch ist zunächst mal eine Smartwatch. Sprich: Sie kann Informationen aufrufen, Benachrichtigungen anzeigen und beantworten, Termine verwalten, das Smartphone teilweise fernsteuern, Bilder anzeigen, Aktivitätsdaten erheben, Apps öffnen, Spiele ermöglichen und mehr. Und noch etwas kann sie: die Zeit anzeigen. Bei der ersten Vorstellung des Gerätes ging Tim Cook tatsächlich auf diesen Aspekt ein, denn auch hierauf legt der Konzern großen Wert: Die Apple Watch will bei der wichtigsten Aufgabe einer Uhr, der Zeitanzeige, nur minimalste Abweichungen auftreten lassen.

Wie auf dem iPhone gibt es einen Homescreen. Hier sind kleine Apps zu finden, zum Beispiel für iMessage, Siri, Wettervorhersage, und dergleichen – eben die typischen Aufgaben einer Smartwatch (wie es ja bereits von anderen Herstellern viele Produkte gibt). Und: Es gibt einen App Store. Folglich werden wir nicht nur vorinstallierte Anwendungen von Apple bekommen. Auch Drittanbieter entwickeln bereits Zusatzfunktionen oder Erweiterungen zu ihren iPhone-Apps. Einen erste Vorschau siehe hier: Apps für die Apple Watch. Einiges leistet die Smartwatch aber nur in Verbindung mit dem Smartphone. Ganz generell ist für den Betrieb ein Apple Watch-kompatibles iPhone erforderlich, sprich: iPhone 5 oder neuer.

 

Fashion-Objekt Apple Watch: für (fast) jeden Geschmack

Apple will aber nicht (nur) die Technik-Freaks mit der Apple Watch ansprechen. Platzierungen in diversen Modemagazinen machen deutlich, wie ernst es Apple mit der Uhr als Fashion-Objekt meint. Doch nicht nur die PR-Strategie, sondern die Uhr selbst zeigt eine nie so stark dagewesene Individualisierung bei Apple. In den Vorstellungsvideos präsentiert Apple die Uhr von technisch bis sportlich, von hochelegant bis peppig-bunt. Es gibt nicht nur die Armbänder in unterschiedlichen Farben, sondern von Start ab drei unterschiedliche Kollektionen:

apple-watch-sport-edition

  • Apple Watch – die Standardvariante aus Edelstahl,
  • Apple Watch Sport – die robuste Variante,
  • Apple Watch Edition – die edelste Ausführung.

Siehe auch: Apple Watch, Apple Watch Sport und Apple Watch Edition im Vergleich. Für schlanke Arme ist die 38-Millimeter-Version gedacht, für alle anderen ein 42-Millimeter Modell. Der Hersteller setzt somit auf eine große Individualisierbarkeit vom Äußeren. Ergänzt wird dies durch die Möglichkeit, die Anzeigen (Ziffernblatt etc.) ebenfalls nach persönlichen Wünschen zu konfigurieren.

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Die Apple Watch in Bildern.

 

Die Apple Watch als Fitness-Tracker und Sport-Uhr

Jede Version der Apple Watch besitzt einen Herzfrequenzmesser und Beschleunigungssensor. Letzterer erkennt die Körperbewegungen und errechnet daraus die verbrannten Kalorien. Die Protokollierung der Herzfrequenz ist vor allem für das Training nützlich und geschieht mittels optischen Sensors. Darüber hinaus nutzt die Uhr das GPS und WLAN des verbundenen iPhones, um Entfernungen und Geschwindigkeiten besser messen zu können. Speziell für Fitnesstreibende optimiert ist die Apple Watch Sport. Robuste Materialien – eloxiertes Aluminium und gehärtetes Ion-X-Glas – und ein Sport-festes Armband aus Fluorelastomer ergänzen die Sensoren.

Apple-Watch-Sports
Damit bietet die Uhr schon vieles, was die Tracker und Uhren von Fitbit, TomTom und Co bieten. Apple scheint ein ernsthafter Konkurrent für diese Produkte zu werden, aber diesen Firmen vermutlich noch nicht sofort das Wasser abzugraben.

Bedienung der Apple Watch

Eine vernünftige Bedienung der vielen Funktionen über so ein kleines Touchdisplay ist ganz klar eine Herausforderung. Apple hat deshalb eine neue Benutzeroberfläche entworfen.

Apple-Watch-Bedienung
Per Druck wird der Bildschirm aktiviert. Wischen ist auf dem Touchscreen natürlich möglich, zudem unterscheidet die Uhr zwischen Tippen und Drücken. Da das Display aber für Gesten zu klein wäre, bietet Apple zur Steuerung ein kleines Rädchen. Hierüber, an der Seite, erfolgt Scrollen, Auswahl, Zoom etc. Ein bisschen will der Hersteller die Steuerung bei dem iPod classic abgeschaut haben. Aufgewertet wird die Dreh- und Touch-Steuerung durch ein haptisches Feedback. die Uhr beinhaltet hierfür eine eigene Engine und setzt zusätzlich den Lautsprecher ein.

Preis und Veröffentlichungstermin der Apple Watch

Der Release der Apple Watch in Deutschland ist in wenigen Wochen: Die Uhr kommt am 24. April in den Handel, Vorbestellungen sind ab 10. April möglich. Die deutschen Preise der Apple Watch-Modelle reichen von 399 Euro bis 18.000 Euro. Am günstigsten ist die Apple Watch Sport. Die Apple Watch Sport aus Edelstahl startet mit 649 Euro.

 

Vorläufiges Fazit zur Apple Watch

Bei der ersten Demo-Vorführung durch Apple dürfte manch einer erschrocken gewesen sein. Hier ging es eher um das Zeichnen kleiner Bildchen als einen seriösen Einsatz einer teuren Smartwatch. Mittlerweile hat Apple wahre Vorzüge herausgestellt.

Apple-Watch-neben-iPhone
Und so wird auf den zweiten Blick das Potential der Uhr deutlich: Die Apple Watch wird sich perfekt in das Apple-Universum integrieren: Zum Beispiel Handoff funktioniert nicht nur zwischen Mac und iPhone, sondern auch zwischen iPhone und iWatch. Siri bekommen wir, die Gesundheitsdaten werden in Health synchronisiert, die Uhr wird zum Fotofernauslöser und so weiter. Die wahre Stärke zeigt Apple zudem auch immer in der Umsetzung von Produkten: In Qualität und Zuverlässigkeit liegt der Hersteller aus Cupertino oft vor der Konkurrenz. Als kleinen Hinweis darauf wollen wir den Lademechanismus werten: wie beim Mac, per hochwertigem magnetischem Ladekabel. Das klingt vielversprechend. Was die Uhr leistet und wie gut sie sich bedienen lässt, werden wir erst nach einem Test wissen. Einer der Kritikpunkte könnte die Akkulaufzeit sein – die Apple Watch muss jede Nacht an das Ladekabel.

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