Die Cheater sind ein ewiges Ärgernis in Call of Duty: Warzone, rangiert aber auf dem gleichen Level wie der Eindruck, Activision würde sich darum nicht kümmern. Den hat zumindest die Community, wie die Reaktionen auf den Ban von 60.000 Cheatern zeigt.

 

Call of Duty: Warzone

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Call of Duty: Warzone

Call of Duty und die Cheater – das Franchise hat nicht erst seit Warzone mit diesem Problem zu kämpfen. Doch der große Erfolg des Battle Royale zieht die Aufmerksamkeit nun auch verstärkt auf dieses Thema.

Das grundlegende Problem der Community ist einfach gesagt: Es gibt viel zu viele Cheater in Warzone. Mit diesem Problem ist für die Community auch die mangelhafte Kommunikation zu dem Thema verknüpft und der transparente Umgang mit den Maßnahmen, die gegen die Cheater eingeleitet werden.

Zumindest bei Kommunikation können Spieler nun ein vorsichtiges Häkchen setzten, wenn auch besser mit Bleistift. In einem Tweet informierte der offizielle Call of Duty-Kanal, dass über 60.000 Accounts gesperrt wurden und verweist auf einen Blog-Post mit näheren Informationen zu den „Anti-Cheat-Plänen“ für Call of Duty.

60.000 sind besser als 0

Das ist zwar richtig, unter der Prämisse sind zwei Zähne aber auch besser als keine Zähne im Gebiss, kauen kann man damit trotzdem nicht. Die Information im Blog-Post, dass seit Warzone-Launch schon über 300.000 Accounts gesperrt wurden, ist auch nur eine geringfügige Verbesserung. Die letzte verlässliche Zahl an Warzone-Spielern stammt aus dem Dezember 2020 und beläuft sich auf 85 Millionen. Im selben offiziellen Activision-Post könnt ihr auch lesen, dass durch das gesamte Call of Duty-Franchise im Jahr 2020 Einnahmen in Höhe 3 Milliarden Dollar zusammengekommen sind (Netto).

Zwar ist schwer zu sagen, wie hoch der Anteil an Cheatern in Warzone ist, allerdings handelt es sich um ein Dauerthema bei der Community und täglich finden sich im Reddit neue Posts von Spielern, die Cheatern begegnen.

Auch der aktuelle Post von Activision wird im Reddit diskutiert und kritisiert:

Bisherige und zukünftige Maßnahmen

Zu den bisher getroffenen Maßnahmen zählen Update der Report-Mechanismen, das Ausschalten von Cheat-Entwicklern und der Einführung einer Zwei-Faktor-Autorisierung. Letztere wurde schnell durch den Verkauf von bereits verifizierten Accounts umgangen. Die Community hat den Eindruck, die bisherigen Maßnahmen haben nicht wirklich Wirkung gezeigt.

Für die Zukunft hat Activision Verbessrungen an der internen Anti-Cheat-Software versprochen, deren Existenz hier für viele überhaupt zum ersten Mal bestätigt wurde. Außerdem soll es mehr Kommunikation mit der Community geben und mindestens ein monatliches Update. Des Weiteren sollen mehr Ressourcen bereitgestellt und härter gegen Cheat-Entwickler vorgegangen werden.

Dieses Mal wird alles anders!?

Schon im Oktober 2020 präsentierte Infinity Ward die erfolgreiche Sperrung von 200.000 Accounts und kündigte auch damals Verbesserungen an, von denen die Spieler allerdings nichts merken. Ob nun 200.000 oder 300.000 macht bei der hohen Spieleranzahl kaum einen Unterschied. Oben drauf kommt, dass bei einem Free2Play-Spiel wie Warzone, Cheater einfach einen neuen Account machen können, so die Community.

Zwar klingen die angekündigten Maßnahmen sinnvoll, doch die Spieler scheinen kein großes Vertrauen in Activision zu haben.