Alternativen zu Spotify: Musik-Streaming-Dienste im Überblick - Deezer, Napster und Co.

Peer Göbel 16

Spotify scheint sich öffentlich als der coolste Musik-Streaming-Dienst durchzusetzen. Aber warum eigentlich? Simfy und Napster boten nahezu dieselbe Funktionalität bereits vor Jahren, und mit u.a. rara, Rdio und Wimp starteten zuletzt weitere Alternativen in Deutschland. Wir wollen die gängigen Musikdienste in den nächsten Wochen eingehend testen – und beginnen mit einem Überblick.

Alternativen zu Spotify: Musik-Streaming-Dienste im Überblick - Deezer, Napster und Co.

Bei unserer Übersicht und beim Vergleichstest werden wir uns auf diejenigen Dienste konzentrieren, die in Deutschland verfügbar sind und eine echte Alternative zur herkömmlichen Plattensammlung bieten – die das gezielte, direkte Abspielen on demand ermöglichen. Angebote wie Last.fm oder Aupeo bleiben also außen vor, da man hier nicht Songs auf Wunsch direkt anwählen kann; und auch Grooveshark, das mit einer deutschen IP-Adresse nicht mehr erreichbar ist, fällt raus. Rhapsody ist zwar mit dem Napster-Kauf im deutschen Markt vertreten, der ursprüngliche Dienst ist allerdings nur in den USA verfügbar, genau wie Pandora.

Dabei bleiben immer noch 9 Streaming-Anbieter übrig, die mit einer Flatrate auf nahezu jeden beliebigen Song Zugriff bieten, am heimischen Rechner oder unterwegs mit mobilen Devices. Hier im Überblick:

Spotify-Alternativen im Vergleich

Musikdienst Titelzahl Probeabo Mobile Apps Kostenlose Version Preis/Monat Besonderheiten
Deezer 18 Millionen 15 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry, Nokia etc. 30 Sekunden in jeden Song hineinhören 4,99 € / 9,99 € Zugriff im Browser, Radio-Funktion
Juke 15 Millionen 14 Tage iOS, Android 30 Sekunden/Song 9,99 € Im Browser, kompatibel zu Airplay/Sonos
Napster 15 Millionen 7 Tage iOS, Android  – 7,95 € / 9,95 € Desktop-Client, kompatibel u.a. mit Sonos, Loewe TV, Logitech, Samsung
Qriocity (Sony) 10 Millionen 30 Tage Android 30 Sekunden/Song 3,99 € / 9,99 € Neben dem Browser-Zugang gibt es Zugriff von Playstation, PSP und Vita
rara 10 Millionen drei Monate für je 0,99/1,99€ Android  – 4,99 € / 9,99 € Browser-Zugang, keine Offline-Funktion am PC
Rdio 15 Millionen 7 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry  – 4,99 € / 9,99 € Per Browser oder Desktop-Client (PC, Mac), kompatibel mit Sonos, Roku, Airplay
Simfy 18 Millionen 30 Tage iOS, Android, Blackberry 20 Stunden für 2 Monate, dann 30 Sek./Song 4,99 €/ 9,99 € Per Browser oder Desktop-Client (PC, Mac)
Spotify 15 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry, Palm, Symbian 6 Monate unbegrenzt (mit Werbung), danach 2,5 Stunden/Woche 4,99 €/ 9,99 € Desktop-Software, Erweiterung mit Apps, Web-Button
Wimp 16 Millionen  30 Tage iOS, Android, Windows Phone 7, Symbian, Meego  –  4,99 €/ 9,99 € Desktop-Client, Redaktionelle Betreuung, kompatibel mit Sonos, Squeezebox

Vom Prinzip her arbeiten alle diese Spotify-Alternativen gleich: Man zahlt eine monatliche Gebühr, um auf die gesamte Musik-Sammlung im Stream zugreifen zu können. Für Offline-Nutzung können die Titel in Premium-Angeboten auch temporär heruntergeladen werden. Wer sein Abo kündigt, behält keine Songs auf seiner Festplatte.

Auch Preislich nehmen sich die Dienste so gut wie nichts: Wer offline und mit mobilen Devices auf die Musik-Sammlung zugreifen will, muss überall rund 10 Euro pro Monat zahlen, für den werbefreien Online-Zugriff bewegt sich alles um die 5 Euro. Hier macht nur Spotify (und mit Abstrichen Simfy) eine Ausnahme: Es gibt eine kostenlose, werbefinanzierte Version.

Vermutlich wird bei der täglichen Nutzung der Unterschied zwischen 10 und 18 Millionen verfügbaren Songs nicht so sehr ins Gewicht fallen – das werden wir beim Testen untersuchen. Genau wie die Usability, die Oberfläche der Desktop- und Mobil-Angebote, zusätzliche Funktionalitäten (Radio, Erweiterbarkeit mit Apps etc.), die Streaming-Qualität sowie die sozialen Interaktionsmöglichkeiten.

Wenn ihr noch Tipps habt, welche Dienste wir vergessen haben und welche Funktionen/Aspekte euch besonders wichtig bei Musik-Streaming sind, freuen wir uns über Kommentare.

Weitere Artikel zum Thema:

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA GAMES

  • PUBG: Spielerzahl auf dem niedrigsten Stand seit langem

    PUBG: Spielerzahl auf dem niedrigsten Stand seit langem

    PlayerUnknown’s Battlegrounds mag zwar den Battle-Royale-Markt revolutioniert haben, der Zug ist ihnen aber längst davongefahren. Zumindest, wenn wir uns die Spielerzahlen der letzten Tage ansehen. Mit 734.223 Spielern gleichzeitig auf Steam kann PlayerUnknown’s Battlegrounds nur noch ein Viertel der Spieler aufweisen, die es noch Anfang Januar waren.
    Victoria Scholz
  • WWE 2K19: Warum Wrestling endlich wieder Spaß macht

    WWE 2K19: Warum Wrestling endlich wieder Spaß macht

    Bret „Hitman“ Hart, The Undertaker oder „Stone Cold“ Steve Austin: Es gab Zeiten, da war Wrestling überall. Heute erfährt es eine neue Hochphase – dank neuer Vermarktungswege und dem Aufstieg kleinerer, unabhängiger Ligen. Platzhirsch WWE thront natürlich über allem – auch im Videospielbereich. Wird WWE 2K19 endlich den Ansprüchen der Community gerecht oder handelt es sich doch wieder nur um eine weitere, solide...
    Olaf Bleich
  • Assassin's Creed Odyssey: Minotauros finden und besiegen (mit Video)

    Assassin's Creed Odyssey: Minotauros finden und besiegen (mit Video)

    Es gibt ihn wirklich! Der Minotauros treibt in Assassin’s Creed Odyssey sein Unwesen und gehört zu den vier mythologischen Kreaturen, die ihr besiegen müsst, um Atlantis zu versiegeln. Wo ihr den Minotauros finden könnt und wie ihr den wütenden Stier tötet, erfahrt ihr im Folgenden.
    Christopher Bahner
* gesponsorter Link