Änderung für junge Apple-Nutzer: Ohne Mutti geht nichts mehr

Sven Kaulfuss

Junge Apple-Nutzer mit einer eigenen Apple ID stehen vor einem Problem. Der iPhone-Hersteller hebt nämlich das Mindestalter für diesen Service an. Dies hat Konsequenzen für die halbwüchsigen Apple-Anwender und deren Erziehungsberechtigten.

Änderung für junge Apple-Nutzer: Ohne Mutti geht nichts mehr
Bildquelle: GIGA (iPhone) und pixabay (Mutter plus Kind).

Minderjährige Apple-Nutzer mit Apple ID benötigen jetzt eine Zustimmung

Wer im App Store Anwendungen fürs iPhone laden will, der braucht eine Apple ID, wer iCloud mit E-Mail und weiteren Diensten verwenden möchte, der braucht eine Apple ID, wer Apple Music abonnieren möchte, der braucht eine Apple ID, wer eine iMessage senden und empfangen möchte, der braucht…und so weiter. Apples „Kundennummer“ ist der Schlüssel zu all den Servicedienstleistungen und war bisher für Jugendliche ab 13 Jahren zugänglich. Aktuell wurde das Mindestalter jedoch auf 16 Jahre heraufgesetzt. Junge Apple-Nutzer die nun jünger als 16 Jahre sind und schon eine Apple ID besitzen, erhalten gegenwärtig Post von Apple. Darin steht: Zur weiteren Nutzung der Dienste bedarf es der Zustimmung eines Elternteils im Rahmen der Funktion „Familienfreigabe“.

Wer Apples HomePod sinnigerweise mit Apple Music nutzen möchte, der braucht natürlich auch eine Apple ID:

Apple HomePod im Test.

Ergo: Mutti oder Vati müssen für diese Funktion zwangsweise ebenso einen Mac, ein iPhone, ein iPad oder einen iPod touch besitzen und bei ihrer Apple ID ein entsprechendes Zahlungsmittel (Kreditkarten oder Abbuchung per Handy-Rechnung) hinterlegt haben. Fährt Sohnemann oder Töchterlein „solo“ mit den Apple-Produkten, hat die Familie ein kleines Problem.

Für die Installation neuer Wallpaper braucht es aber keine Apple ID – ist quasi jugendfrei möglich:

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Neue Retina-Wallpaper für iPhone, iPad und Mac zum Download.

Apple ID: Schummelei beim Alter möglich

Die einfachste, wenn auch eigentlich nicht zulässige, „Lösung“ dann dafür: Die jungen Apple-Nutzer schummeln einfach bei der Angabe des Geburtsdatums und machen sich älter als sie sind – eine echte Überprüfung dieser Angaben findet nämlich nicht statt.

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Kleiner Schönheitsfehler innerhalb der Erstellung einer neuen Apple ID: Wer weiterhin ein Alter zwischen 13 und 15 einträgt, der erhält eine Fehlermeldung mit dem Hinweis auf ein Mindestalter von 13 Jahren – Apple hat also die Texte noch nicht angepasst.

Die Änderungen gelten wohl schon seit Mai dieses Jahres und stehen im Zusammenhang mit der Einführung der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), gerieten aber erst jüngst in den Fokus.

Quelle: Apple via Mac & I

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