Huawei leidet massiv unter dem US-Bann und muss deswegen bei der Produktion umdenken. Um so länger die Sanktionen andauern, um so besser scheint das für den chinesischen Konzern zu funktionieren – zum Nachteil der US-Unternehmen, die auf die Zusammenarbeit mit Huawei angewiesen sind.

 

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Huawei baut 5G-Basisstationen ohne US-Komponenten

Besonders zu Beginn des US-Banns hat Huawei immer wieder gesagt, dass das Unternehmen nicht auf die Komponenten aus den USA angewiesen ist, um ihre Produkte zu bauen. Das bestätigt sich nun immer mehr. Der Konzern hat mitgeteilt, dass bereits 50.000 5G-Basisstationen komplett ohne Komponenten aus den USA gefertigt wurden. Insgesamt sind das zwar nur acht Prozent der insgesamt bisher 600.000 hergestellten 5G-Basisstationen, die Aufteilung wird aber immer stärken weg von den USA ausfallen, da die auf Lager befindlichen US-Komponenten immer weniger werden – berichtet heise.

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Huawei betont aber weiterhin, dass das Unternehmen wieder zu US-Produkten greifen würde. Um so länger der US-Bann aber andauern würde, desto unwahrscheinlicher wäre das. Denn wenn die komplette Produktion sich umstellt, wäre der Schritt zurück sehr unwahrscheinlich. Das ist natürlich ein großer Nachteil für die US-Unternehmen – für Huawei aber kaum. Der Plan der US-Regierung, Huawei durch den Bann besonders im 5G-Sektor einzuschränken, ist damit im Grunde gescheitert. Zwar verzichten einige Länder auf 5G-Ausrüstung von Huawei, viele aber nicht – obwohl die USA in dem Punkt ordentlich Druck machen.

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Huawei-Smartphones ohne Google-Dienste

Während die Auswirkungen auf das 5G-Geschäft von Huawei kaum Auswirkungen zu haben scheinen, merken wir in Deutschland den US-Bann deutlich. Neue Huawei-Handys erscheinen ohne Google-Dienste. Eine Alternative dazu versucht das chinesische Unternehmen zwar aufzubauen, das wird aber sehr schwer. Android-Smartphones ohne Google-Dienste und -Apps sind in Europa aktuell undenkbar. Huawei will aber einen langen Atem beweisen und stellt für Entwickler eine Milliarde US-Dollar zur Verfügung. Ob das reicht, muss man abwarten. Microsoft hat es nicht geschafft – und da gab es keinen US-Bann.

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