Wunderlist: Termine und ToDo-Listen auf Android, iOS und Browser verwalten

Amir Tamannai 9

Die Notiz-App „Wunderlist“ war erst jüngst in aller Munde — war es dem Berliner Startup 6Wunderkinder doch mit der Anwendung gelungen, innerhalb von nur 275 Tagen die magische Marke von einer Million User zu durchbrechen. Damit hat man etablierte, internationale Dienste wie Twitter (die brauchten für die erste Milion 852 Tage) oder Evernote (446 Tage) deutlich abgehängt. Wunderlist erscheint heute in einer neuen Version für Android; Grund genug, sich die App einmal genauer anzusehen.

Wunderlist: Termine und ToDo-Listen auf Android, iOS und Browser verwalten

Task- und Notiz-Apps gibt es für das Android-OS viele, manche besser, manche schlechter, manche ganz schlicht, andere sehr komplex. Was Wunderlist von der Masse abhebt, sind zum einen die recht schlicht gehaltene Oberfläche und die überschaubare Funktionalität — es geht wirklich nur darum, ToDo-Listen zu erstellen und zu verwalten — und zum anderen die Möglichkeit, die App sowohl mit iOS-, MacOS und Windows-Geräten zu synchronisieren als auch über den Browser auf die eigenen Termine und Listen zuzugreifen.

Und das funktioniert so: In der Listen-Ansicht der App kann der User wahlweise neue Listen wie zum Beispiel „Einkaufen“ oder „dringend zu erledigen“ anlegen, oder auf bereits bestehende Listen zugreifen. Dort befindet sich auch der Ordner Inbox, in dem zum Beispiel Aufgaben landen, die keine Listen-Label haben.

Innerhalb der Listen lassen sich einzelne Aufgaben erstellen — beispielsweise „Milch“, „Zucker“, „Wurst“ oder auch „Gehalt neu verhandeln“, „Miete bezahlen“ oder „Abo kündigen“. Diese Aufgaben wiederum lassen sich priorisieren, mit Datum und Erinnerung versehen oder um erklärende Notizen ergänzen.

Wer sich einen kostenfreien Wunderlist-Account anlegt, kann die eigenen Aufgaben und Listen eben auch über spezielle Apps mit iOS, Macs, dem Windows-Rechner oder der Web-App im Browser synchronisieren und umgekehrt. So ist man wirklich immer und überall Up-to-Date.

Für jede Aufgabe lassen sich auch minutengenaue Erinnerungen anlegen, die den Nutzer dann wahlweise (oder gleichzeitig — doppelt hält ja besser!) via E-Mail oder als Android-Systembenachrichtigung erreichen.

Optisch kommt Wunderlist eher spartanisch daher: Einzige Möglichkeit zur Individualisierung der App ist die Auswahl eines von zwölf angebotenen Hintergrundbildern — darunter dafür aber auch die von mir so geliebten Holzpanele. Ein Widget gibt es darüber hinaus noch, das zeigt aber lediglich die heute anstehenden Aufgaben an. Schade, hier wären die Auswahl zwischen verschiedenen Listen oder die Anzeige anstehender Aufgaben über einen größeren Zeitraum praktischer gewesen.

Ebenfalls störend ist, dass sich in der App nicht durch seitliches Wischen zwischen den verschiedenen Unterkategorien wechseln lässt; das geht lediglich durch Tippen auf die Menüleiste am unteren Rand. Außerdem lassen sich aus der App heraus Listen und Aufgaben nicht per Mail mit anderen Nutzern teilen — in der Web-App ist das möglich.

Somit bleibt auch in der neuesten Version von Wunderlist für Android noch Raum für Verbesserungen — im Großen und Ganzen ist die App aber für alle, die eine schlichte, auf das Wesentliche reduzierte Möglichkeit zum Verwalten und Synchronisieren ihrer Aufgaben und Listen suchen, durchaus einen Download wert. Zumal der ganze Spaß nichts kostet. Im Android Market steht die akuelle und von uns getestete (danke an die 6Wunderkinder für die Preview-Version) Version 1.1.0 ab sofort zum Download bereit. Und wer nach diesen Zeilen noch unschlüssig ist, ob er sich die App auf’s Smartphone holen möchte, schaut sich unser kleines Video zu Wunderlist an:

Der Download von Wunderlist wiegt rund 3 MB und hält sich hinsichtlich der Berechtigungen vornehm zurück.

Download: Wunderlist (kostenlos)

Wunderlist (kostenlos) qr code

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