Seit einigen Tagen gilt in Deutschland wieder der verschärfte Lockdown. So muss auch der Einzelhandel komplett dicht machen, ausgenommen sind nur Geschäfte des täglichen Bedarfs – eigentlich. Wo und wie ihr noch einkaufen könnt, verrät GIGA.

 

Coronavirus: News und Tipps & Tricks, wie ihr die Zeit zu Hause übersteht

Facts 

Neben Gastronomie und Tourismus leidet auch der Einzelhandel unter Corona-Maßnahmen. Erstere können ihr Geschäft nur schwer nachholen. Viele Händler hoffen jetzt auf Click & Collect, um zumindest einen Teil des Weihnachtsgeschäfts zu retten. Trotz Zwangsschließung bieten große Ketten wie auch lokale Geschäfte an, online bestellte Ware abzuholen. Etwa Ikea hatte sich bereits entsprechend geäußert. Ob das jedoch erlaubt ist, hängt von den Bestimmungen der Bundesländer ab, wie das ZDF berichtet.

  • Schleswig-Holstein: Bereits verbindlich bestellte Ware dürfen Kunden in den Geschäften abholen. Bei Abholung gilt Maskenpflicht, es darf keine Menschenansammlungen geben.
  • Bremen: Bestellte Ware darf auch in Bremen abgeholt werden. Hier gilt, dass Kunden geschlossene Räume nur einzeln betreten dürfen. Ansonsten muss die Übergabe draußen stattfinden.
  • Hamburg: Abholung und Verkauf sind gestattet, bestellt werden kann online oder per Telefon. Einschränkung: Nur kontaktlose Übergabe unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln.
  • Niedersachsen: Bestellungen dürfen abgeholt werden. Geschäfte mit gemischtem Sortiment dürfen so auch „nicht-essentielle“ Waren anbieten. Auch hier ist nur kontaktlose Übergabe außerhalb des Geschäfts gestattet.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Abholung und Lieferung für geschlossene Verkaufsstellen sind ausdrücklich erlaubt. Bei Abholung gelten die gleichen Abstands- und Hygieneregeln wie in Supermärkten.
  • Brandenburg: Abholen und Liefern lassen sind auch in Brandenburg erlaubt. Hier hat außerdem der Großhandel weiterhin geöffnet, schließen müssen nur Einzelhandelsgeschäfte.
  • Berlin: Auch Berlin erlaubt Click & Collect ebenso wie Lieferungen. Auch telefonische Bestellungen, etwa im Baumarkt, sind möglich.
  • Nordrhein-Westfalen: In NRW gilt: Waren liefern lassen ist kein Problem. Abholung durch den Kunden ist nur möglich bei kontaktloser Übergabe.
  • Hessen: Wer in Hessen schließen muss, darf sowohl Lieferdienst als auch Selbstabholung anbieten.
  • Thüringen: Thüringen erlaubt generell nur die Warenlieferung. Kunden dürfen nichts selbst abholen – mit einer Ausnahme: Beim Buchhandel dürfen Bestellungen außerhalb des Geschäfts mitgenommen werden.
  • Sachsen: Die sächsische Landesregierung verbietet die Abholung bestellter Waren im Laden. Lieferungen hingegen sind gestattet.
  • Sachsen-Anhalt: Abhol- und Lieferdienste sind erlaubt, auf Click & Collect wird nicht explizit eingegangen.
  • Saarland: Auch im Saarland gibt es keine spezifischen Regeln für Click & Collect, abholen und liefern sind gestattet.
  • Rheinland-Pfalz: Nach vorangegangener Bestellung sind Abhol-, Liefer- und Bringdienste erlaubt.
  • Baden-Württemberg: Im Süden sieht es anders aus: Baden-Württemberg verbietet das Abholen im Laden. Ausnahme: Baumärkte und Anbieter von Bau- und Gartenbaubedarf sowie Landhandel dürfen Geschäftskunden beliefern.
  • Bayern: Auch Bayern verbietet Abholungen beim Einzelhandel. Die Händler dürfen allerdings liefern.
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Überall gilt jedoch: Kunden sollten selbst bewerten, ob der Ausflug zum Laden in der aktuellen Situation notwendig ist.