Merkhilfen für sichere Passwörter

Sebastian Trepesch 1

Puuh, wie können wir uns so komplexe Passwörter merken – und noch dazu für jedes Internetkonto ein eigenes? Passwortmanager helfen, zum Beispiel 1Password & 1Password für iOS oder der iCloud Schlüsselbund, der uns sogar mit einem Passwort-Generator unterstützt. Den Zugang zu diesem Programmen sollte nur kein Fremder in die Hand bekommen …

1Password: Passwort-Manager.

Die Vereinigung des Weltpassworttags empfiehlt die Verwendung eines Kennwort-Managers. Daraus können wir schließen: Vernünftige Software sollte sicher genug sein. Eine Garantie gibt es hierfür allerdings nicht: 2016 informierte das BSI, dass die Programme der Entwickler Trend Micro und LastPass lückenhaft seien. Kleinen, ungeprüften Anbietern würden wir nicht vertrauen.

Der beste (und kostenlose) Speicher für ein Passwort ist das eigene Köpfchen. So bastelst und merkst du dir ein sicheres Passwort:

1. Die Basis
Verwende die Zeichenkette eines sicheren Passwortes, das du bereits in- und auswendig weißt. Alternativ bastle dir eine neue Zeichenkette. Verwende hierfür zum Beispiel die Anfangsbuchstaben eines Spruchs: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ wird zu „ESmnkS“.

2. Das individuelle Konto
Wir sollten für jedes Internetkonto ein eigenes Passwort verwenden. Wird eines unserer Kontos geknackt, bekommen Kriminelle nicht dadurch unseren Zugang zu anderen Shops etc. Damit wir uns die Passwörter merken können, setzen wir an unser Passwort-Basis vorne oder hinten die Anfangsbuchstaben des Shops – für Amazon zum Beispiel „am“, für das Google-Konto „go“, getrennt durch ein Sonderzeichen. Unser Passwort für Amazon heißt jetzt also „am!ESmnkS“.

3. Die Variable
Um auch bei regelmäßigen Passwortänderungen die Buchstabenkombination nachvollziehen zu können, setzen wir eine Zahl ein. Beginnen wir zum Beispiel mit unserer Hausnummer 11. Alle halbe Jahre (besser: alle drei Monate) erhöhen wir die Zahl im Passwort um 1. (Sicherheitsexperten raten vereinzelt zu größeren Abänderungen beim Ersetzen des Passworts.) Die Zahl bauen wir nun noch möglichst geschickt in das Passwort ein. In unserem Fall nehmen wir genau die Mitte: „am!ES11mnkS!“.

In einem halben Jahr ändern wir das Passwort dann auf „am!ES12mnkS“. Und unser Google-Passwort auf „go!ES12mnkS“.

4. Die Merkhilfe
Das Passwort ist schon recht sicher, und merken können wir es auch noch. Wer sich doch noch eine Merkhilfe irgendwo auf Papier verstecken möchte, kann das zum Beispiel auf diese Weise verschlüsseln: „Ort! Vogelspruch Zahl in der Mitte“.

Sicheres Passwort – Fazit

Unser Passwort ist nun recht sicher, und trotzdem gut merkbar. Am besten personalisierst du oben genannte Regel, zum Beispiel mit variablen Buchstaben statt einer variablen Zahl etc. Selbst wenn jemand unsere Merkhilfe finden sollte, dürfte er immer noch nicht unser Passwort nachvollziehen können.

Und ja, es gibt natürlich auch andere Methoden für eine Passworterstellung.

Ursprünglicher Artikel von April 2014, aktualisiert im Februar 2018.

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