Apples „Türsteher” im App Store für iPhone und Co: Kennt ihr schon diesen Herrn?

Thomas Konrad

CNBC blickt hinter die Kulissen des App Store und klärt die Frage, wer eigentlich das Sagen hat — vor allem bei der Prüfung eingereichter Apps.

Unter der Leitung von Phil Schiller: So prüft Apple neue Apps für iPhone, iPad und Co.

300 Mitarbeiter prüfen jede neu eingereichte App und jedes Update für den App Store. Jeder im Team „App Review“ soll dabei am Tag zwischen 50 und 100 Apps unter die Lupe nehmen, heißt es in einem Bericht von CNBC. Dem Nachrichtenportal gelang es, einige interessante Antworten zur ansonsten wenig beleuchteten Apple-Truppe zu erhalten.

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So erfährt man unter anderem, inwieweit Apples Marketing-Chef Phil Schiller, der die Leitung des App Stores 2015 von Eddy Cue übernahm, am Review-Prozess beteiligt ist: Er ist zwar tatsächlich der oberste Entscheider und steht in Austausch mit seinem Team, schaue aber nur selten in den eigentlichen Büros für App-Prüfer in  Sunnyvale vorbei.

Einmal pro Woche treffen sich laut CNBS die ranghöchsten App-Prüfer unter Schillers Leitung. Das „Executive Review Board“ diskutiere besonders komplexe Review-Entscheidungen und berate darüber, ob eine App aus dem Store fliegt oder nicht.

Diese Neuerung in iOS 13 dürfte bei zahlreichen Entwicklern neue Design-Ideen anregen:

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App Store: Jeder Prüfer beginnt mit iPhone-Apps

Wer seine Karriere als App-Prüfer bei Apple startet, muss erst einmal jede Menge iPhone-Apps durchsehen. Erfahrene Mitarbeiter prüfen Software für die Apple Watch und Apple TV sowie Apps mit In-App-Käufen und Abo-Optionen, schreibt CNBC.

Während Facebook und Youtube zur Content-Prüfung externe Firmen anheuern, so CNBC, seien die Mitglieder des Review-Teams waschechte Apple-Angestellte und profitieren unter anderem vom firmeneigenen Krankenversicherungsprogramm.

Insgesamt 81 Sprachen spreche das Team, das jede Woche rund 100.000 Apps prüft – die Zahl hatte Apple selbst auf einer Webseite verraten – und rund 1.000 Telefonate mit Entwicklern führe. Meist sei dafür ein erfahrener Mitarbeiter namens Bill zuständig – sein Nachname bleibe aus Sicherheitsgründen geheim. Entwickler, deren Apps abgelehnt wurden, hätten App-Prüfern laut dem Bericht durchaus schon geedroht. Und das, obwohl die Hauptgründe für abgelehnte Apps laut Apple denkbar simpel sind: 40 Prozent der Apps kommen nicht in den App Store, weil sie kleinere Bugs haben oder Nutzerdaten nicht ausreichend schützen.

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