Huawei-Pläne entdeckt: Dieser Trick soll Smartphones komplett randlos machen

Kaan Gürayer

Sieht so die Zukunft bei Huawei aus? Offenbar arbeitet der chinesische Konzern an einer Technik, mit denen Smartphones komplett randlos werden könnten. Hauptrolle soll hier die Frontkamera spielen. 

Der Rand um Smartphone-Displays wird mit jedem Jahr etwas schmaler. Das verwundert nicht, denn die Schrumpfkur ist für Handyhersteller der einzige Weg, die Bildschirmfläche zu vergrößern, ohne gleichzeitig die Außenmaße des Smartphones anwachsen zu lassen. Nach „Notch“, Kameraloch und ausfahrbarer Pop-up-Kamera liegt aktuell eine andere Technik voll im Trend, um das Smartphone komplett randlos zu machen: die In-Display-Frontkamera, bei der sich die Selfie-Knipse unter dem Display befindet. Auf diesen Zug springt nun offenbar auch Huawei auf.

Designpatente: Huawei arbeitet an In-Display-Frontkamera

Darauf lassen Designpatente schließen, die Huawei laut WinFuture beim deutschen Marken- und Patentamt eingereicht hat. Dort wird eine Benutzeroberfläche beschrieben, in der die Aussparung für die In-Display-Frontkamera auf intelligente Weise in die User Experience des Huawei-Smartphones einbezogen wird. Statt den Platz in der linken oberen Ecke komplett leer zu lassen, können etwa Apps die runde Fläche mit ihren Bedienelementen überlagern. Als Beispiele sind auf den Skizzen die Telefon-App zu sehen oder die Kamera-Anwendung, die den aktuellen Modus anzeigt.

Unklar ist allerdings, ob der Bereich der Frontkamera bei Bedarf wirklich komplett verschwindet oder nicht zumindest die Umrisse noch zu erkennen bleiben.

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In-Display-Frontkamera: Noch nicht frei von Kinderkrankheiten

Auch andere Unternehmen aus dem Smartphone-Sektor arbeiten an einer In-Display-Frontkamera, allen voran die chinesischen Hersteller Xiaomi und Oppo. Letzterer hat unlängst auf dem MWC Shanghai seine „Under Screen Camera“ vorgestellt. Hier soll der Kamerabereich auf dem Bildschirm aber noch deutlich zu sehen sein, berichtet Golem unter Berufung auf Engadget China. Zudem soll die Qualität der Selfies im Vergleich zu herkömmlichen Frontkameras schlechter ausfallen und die Stelle, an der die In-Display-Frontkamera sitzt, niedriger auflösen als der Rest des Smartphone-Displays.

Ganz frei von Kinderkrankheiten scheint die Technik noch nicht zu sein.

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