iPhone 11: Verschätzt sich Apple schon wieder?

Holger Eilhard 13

Bestellt Apple für die neuen iPhones zu wenige Bauteile, müssen wir Kunden lange auf die bestellen Smartphones warten. Bestellt Apple zu viele Bauteile, kann das hohe Kosten verursachen. Jetzt wurde bekannt, wie Apple den Absatz des nächsten iPhones einschätzt.

Anfang Juli wurde bekannt, dass Apple an seinen Display-Lieferanten Samsung rund 684 Millionen US-Dollar überweisen musste. Grund war unter anderem: Apple konnte nicht so viele Displays wie vertraglich vereinbart abnehmen, da die Nachfrage nach iPhones eingebrochen war. Die Dimensionen waren so groß, dass Apple im vergangenen Januar sogar eine Gewinnwarnung aussprechen musste.

iPhone 11: Apple erwartet gute Verkaufszahlen

Trotz dieses Fehlers gleichen Apples Schätzungen laut Bloomberg für die Verkaufszahlen für das iPhone 11 denen der letzten Generation – obwohl die Erwartungen eben nicht erfüllt wurden. So soll der iPhone-Hersteller seine Lieferanten auch in diesem Jahr damit beauftragt haben, Komponenten für bis zu 75 Millionen Smartphones in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu fertigen. Notfalls sollen die Lieferanten sogar in der Lage sein, bis zu 80 Millionen neue iPhones herzustellen.

Es bleibt abzuwarten, ob Apple sich mit den Zahlen wieder verschätzt hat und von niedrigeren Verkäufen überrascht wird. Natürlich passt das Unternehmen die Produktion regelmäßig an die Schwankungen bei der Nachfrage an. Das Nichterfüllen von Verträgen kann allerdings teuer werden.

Passend zu den neuen iPhones wird Apple auch die finale Version von iOS 13 vorstellen – hier die wichtigsten Neuerungen:

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iOS 13 Golden Master für iPhone und iPad veröffentlicht: Apple schließt Beta-Testphase ab

iPhone 11: Handelskrieg mit China sorgt für schwächelnde Verkäufe

Einer der Hauptgründe für die schwächelnden iPhone-Zahlen im vergangenen Jahr waren die rückläufigen Verkäufe in China. Rivalen wie Huawei machen es Apple unter anderem schwer, die eigenen Smartphones zu verkaufen. Gleichzeitig sorgt der Handelskrieg mit den USA für ein langsameres Wachstum in China, während die Konsumenten sich von Produkten aus den Vereinigten Staaten distanzieren. Analysten vermuten laut Bloomberg einen Rückgang um 13,3 Prozent auf rund 189 Millionen ausgelieferte iPhones im Geschäftsjahr 2019.

Das iPhone 11 wird in drei Varianten erwartet – so, wie es bei den aktuellen Modellen der Fall ist. So soll es wieder zwei OLED-Modelle, das iPhone 11 und 11 Max, sowie eine LCD-Variante, das iPhone 11R, geben. Die äußerlichen Neuerungen fallen dabei in diesem Jahr erneut gering aus. Die größte sichtbare Änderung ist das neue Kamerasystem mit bis zu drei Kameras auf der Rückseite des iPhone 11 und 11 Max. Das R-Modell soll eine zweite Kamera erhalten. Die Dimensionen der drei Smartphones sollen sich dabei nur geringfügig ändern.

Ein größeres iPhone-Redesign wird erst im kommenden Jahr erwartet. Dann soll Apples Smartphone auch mit einer Unterstützung für das 5G-Netz ausgestattet sein. Ermöglicht wird dies durch die neue Partnerschaft zwischen Apple und dem Mobilfunkspezialisten Qualcomm.

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