iPhones 2019: Kleinerer Notch jetzt möglich – das ist der Grund

Sven Kaulfuss 9

Wenngleich der Notch – die obere Displayeinkerbung – seit dem iPhone X zum oft kopierten Markenzeichen von Apple wurde, empfindet der eine oder andere Nutzer diesen noch immer als störend. Eine neue Technologie aus Österreich könnte die Größe des Notch beim Nachfolger des iPhone XS und XS Max nun massiv verringern.

iPhones 2019: Kleinerer Notch jetzt möglich – das ist der Grund
Bildquelle: GIGA.

iPhone 2019: Sensor hinterm OLED-Display des Handys

Apple-Zulieferer AMS – ansässig in Premstätten in der Steiermark (Österreich) – stellt einen neuen optischen Sensor vor, der die Informationen direkt vor dem OLED-Bildschirm eines Smartphones misst (via MacRumors). Meint, der neuartige RGB-Licht- und IR-Näherungssensor-IC kann direkt hinter dem Bildschirm platziert werden, muss so nicht mehr in der Displaykerbe (Notch) untergebracht werden und spart Platz. AMS verspricht sogar Smartphones mit 100 Prozent Displayfläche, der Hersteller dazu: „… letztendlich kann der Rahmen vollständig entfallen. Dies ist nur möglich, weil der TCS3701 hinter dem OLED-Display arbeitet.“

iPhone XS und XS Max – hier im Video – müssen noch mit einer großen Displaykerbe auskommen:

iPhone XS: Alles Wissenswerte in 54 Sekunden.

Bei Amazon günstiger: iPhone XS Max *

Notch bleibt: Kann aber kleiner werden

Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass auch noch das eigentliche TrueDepth-Kamerasystem beim iPhone verbaut werden muss. In der Praxis könnte zwar der Licht- und Näherungssensor im Notch entfallen, die eigentliche Kamera benötigt dann aber immer noch – eine kleinere – Displaykerbe. Ein iPhone komplett ohne Displaykerbe scheidet damit wohl für die nächste Generation im Herbst 2019 erst mal aus.

Auch ein solches Design wäre demnach nicht mehr unmöglich für Apple:

Bilderstrecke starten
9 Bilder
Loch im iPhone: Schaut so Apples Handy-Zukunft aus?

Wie Reuters zuvor berichtete, versorgt der österreichische Zulieferer Apple mit optischen Sensoren für das TrueDepth-Kamerasystem im iPhone X, XR, XS und XS. Allerdings existiert diese vertrauliche Geschäftsbeziehung wohl nur „unter vorgehaltener Hand“, denn offiziell führt AMS Apple nicht als Kunden. Dennoch glauben Analysten, dass der iPhone-Hersteller etwa 45 Prozent des Geschäfts von AMS ausmacht. Dieser Umstand sorgte in der Vergangenheit schon zu extremen Kurssprüngen des börsennotierten Unternehmens aus der Steiermark. Allerdings – nicht zuletzt auch wegen Apples derzeitigen Absatzproblemen – mit einer deutlichen Negativentwicklung. In den letzten 6 Monaten gab es so ein Kursminus von knapp 70 Prozent.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung