Apple erleidet Debakel: iPhone wird zum Misserfolg für den Handy-Hersteller

Sven Kaulfuss 26

Freuen kann sich Apple über die jüngsten Quartalszahlen nur teilweise, denn der Absatz des iPhones wurde in den zurückliegenden Monaten erneut zum Misserfolg für den Handy-Hersteller. Genaue Stückzahlen verschweigt Apple aber mittlerweile, die erfahren wir jetzt von anderer Stelle.

Apple erleidet Debakel: iPhone wird zum Misserfolg für den Handy-Hersteller
Bildquelle: GIGA.

Apples Quartalsergebnis: iPhone größter Verlierer

Die Ergebnisse des zurückliegenden Quartals (Januar bis März 2019) lesen sich für Apple zunächst wenig aufgeregt: 58 Milliarden Dollar Umsatz kamen zusammen, bei einem Gewinn von 11,6 Milliarden Dollar. 2018 im selben Zeitraum, lagen die Werte leicht höher, da erzielte der Hersteller noch einen Umsatz von 61,1 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 13,8 Milliarden Dollar. Alles nicht so traumatisch?

Teilweise nicht, teilweise schon, wie der Blick auf die Einzelergebnisse offenbart:

  • iPhone: Minus von 7 Milliarden Dollar (31 Milliarden Dollar Umsatz, im Vorjahr 38 Milliarden)
  • iPad: Plus von 800 Millionen Dollar (4,9 Milliarden Dollar Umsatz, im Vorjahr 4,1 Milliarden)
  • Mac: Minus von 300 Millionen Dollar (5,5 Milliarden Dollar Umsatz, im Vorjahr 5,8 Milliarden)
  • Services: Plus von 2,25 Milliarden Dollar (11,45 Milliarden Dollar Umsatz, im Vorjahr 9,2 Milliarden)
  • Andere Produkte: Plus von 1,1 Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Dollar Umsatz, Vorjahr 4,0 Milliarden)

Das iPhone wird immer mehr zum Misserfolg und zeichnet verantwortlich für einen empfindlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Kompensieren kann das Apple vor allem durch das spürbare Plus bei den Dienstleistungen (App Store, Apple Music und Co.) und bei den „anderen Produkten“ – hier verstecken sich die Apple Watch, die AirPods, der HomePod und weiteres Zubehör. Unterm Strich: Die Zukunft gehört den Wearables und Dienstleistungen, das iPhone hingegen „hat fertig“. Mit ein Grund dürfte wohl nicht zuletzt auch in der höheren Nutzungsdauer der Apple-Handys zu suchen sein. Alle zwei Jahr ein neues Gerät beim Kunden? Von dieser, bisher verlässlichen, Vorstellung muss sich Apple wohl verabschieden.

Auch die aktuellen iPhones sind qualitativ gut, wie man in unserm Test erfahren kann, verkaufen sich aber schlechter:

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Was Apple verschweigt: Verkaufte Stückzahlen des iPhones

Was Apple nicht mehr mitteilt, sind allerdings exakte Stückzahlen beim Verkauf. Wollen wir die erfahren, helfen uns die Marktforschungsinstitute weiter. Die jüngsten Zahlen von IDC klingen für Apple besorgniserregend. Konnte man im ersten Quartal 2018 noch 52,2 Millionen iPhones verkaufen, waren es jetzt 2019 im Zeitraum nur noch 36,4 Millionen – ein Rückgang von 30,2 Prozent. Mit Abstand die größte Schlappe im Smartphone-Markt, der insgesamt um 6,6 Prozent nachgab. Der mit Abstand größte Gewinner ist dabei nun Huawei, die konnten nämlich über 50 Prozent zulegen und verkauften zuletzt 59,1 Millionen Smartphones.

Apples Hardware-Zukunft liegt wohl nicht so sehr im iPhone, wie in neuen Wearables:

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Eine leicht positivere Einschätzung fällen hingegen die Marktforscher von Canalys. Nach deren Schätzung verliert Apple „nur“ 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und kann immerhin 40,2 Millionen iPhones verkaufen. Doch am Ende ist auch dieses Ergebnis für Apples iPhone-Absatz katastrophal. Für Apple kann es in Zukunft wohl nur noch heißen: iPhone- und Mac-Absatz stabilisieren, iPad, Wearables und Dienstleistungen ausbauen und an dieser Stelle weiter wachsen.

Wie hat sich denn euer persönliches Kaufverhalten entwickelt? Muss es noch immer das neueste iPhone sein oder nutzt ihr das Apple-Handy jetzt auch länger?

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