Wer über den App Store ein Abo bei anderen Herstellern abschließt, bezahlt zugleich auch Apple. Die üblichen 30 Prozent behält der Hersteller ein. In dieser Sache wird nun der US-Verbraucherschutz aktiv.

Wie Reuters berichtet, will die US-Verbraucherschutzbehörde FTC Abonnement-Angebote untersuchen, die Kunden über Apples App Store abschließen. So soll geprüft werden, ob Apples Umgang mit anderen Streaming-Anbietern im App Store kartellrechtlich legal ist.

Der Streaming-Anbieter und Apple Music-Konkurrent Spotify hatte seinen Nutzern in dieser Woche eine E-Mail geschickt und darum gebeten, Abos im App Store zu kündigen, um Geld zu sparen. 3 US-Dollar kostet der Dienst dort mehr, weil Apple ein Teil des Geldes einbehält – das übliche Verfahren.

Streaming-Anbieter müssen sich im App Store an zusätzliche Regeln halten: Anbieter dürfen beispielsweise nicht auf die eigene Webseite verlinken oder diese bewerben – vermutlich damit Kunden ein Abo über den App Store abschließen.

Viele Kunden wüssten laut Reuters nicht einmal um die Möglichkeit, das Abo auch auf der Hersteller-Webseite abzuschließen.

Wenn Streaming-Dienste die Preise im App Store nicht erhöhen, schrumpft ihre ohnehin schon dürftige Gewinnspanne durch die Apple-Abgabe – ein Problem, auf das Deezer-CEO Tyler Goldman aufmerksam macht.

Ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist derzeit unklar.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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