US-Verbraucherschutzbehörde untersucht App Store-Abo-Angebote

Thomas Konrad 15

Wer über den App Store ein Abo bei anderen Herstellern abschließt, bezahlt zugleich auch Apple. Die üblichen 30 Prozent behält der Hersteller ein. In dieser Sache wird nun der US-Verbraucherschutz aktiv.

US-Verbraucherschutzbehörde untersucht App Store-Abo-Angebote
Bildquelle: Apple/App Store.

Wie Reuters berichtet, will die US-Verbraucherschutzbehörde FTC Abonnement-Angebote untersuchen, die Kunden über Apples App Store abschließen. So soll geprüft werden, ob Apples Umgang mit anderen Streaming-Anbietern im App Store kartellrechtlich legal ist.

Der Streaming-Anbieter und Apple Music-Konkurrent Spotify hatte seinen Nutzern in dieser Woche eine E-Mail geschickt und darum gebeten, Abos im App Store zu kündigen, um Geld zu sparen. 3 US-Dollar kostet der Dienst dort mehr, weil Apple ein Teil des Geldes einbehält – das übliche Verfahren.

Streaming-Anbieter müssen sich im App Store an zusätzliche Regeln halten: Anbieter dürfen beispielsweise nicht auf die eigene Webseite verlinken oder diese bewerben – vermutlich damit Kunden ein Abo über den App Store abschließen.

Viele Kunden wüssten laut Reuters nicht einmal um die Möglichkeit, das Abo auch auf der Hersteller-Webseite abzuschließen.

Wenn Streaming-Dienste die Preise im App Store nicht erhöhen, schrumpft ihre ohnehin schon dürftige Gewinnspanne durch die Apple-Abgabe – ein Problem, auf das Deezer-CEO Tyler Goldman aufmerksam macht.

Ob es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist derzeit unklar.

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