WhatsApp: Dieser Scherz könnte euch euren Account kosten

Simon Stich 10

Bei WhatsApp dreht gerade ein Algorithmus durch, der schon einigen Nutzern ihren Account gekostet hat. Ohne eigenes Zutun werden sie von WhatsApp gesperrt. Anscheinend reicht schon ein einziges „falsches“ Wort aus, um rausgeworfen zu werden. Was ist da los?

WhatsApp: Nutzer wegen Gruppennamen gesperrt

Bei WhatsApp häufen sich in den letzten Tagen Beschwerden von Nutzern weltweit, die nicht mehr auf ihren Account zugreifen können. Nach anfänglicher Ratlosigkeit – die Nutzer waren sich keiner Schuld bewusst – steht nun immerhin fest, dass es sich nicht unbedingt um einen Fehler handelt. Betroffene haben aber wohl kaum Chancen, ihren Account zurückzubekommen. Schuld ist das Zusammenspiel aus einem Algorithmus und leichtsinnigen Gruppen-Admins.

Einem Bericht des WhatsApp-Leakers WABetaInfo zufolge, auf das sich unter anderem T-Online bezieht, reicht schon ein nach Ansicht von WhatsApp „falsches“ Wort im Gruppennamen. Lässt dieser auf kriminelle Aktivitäten schließen, fegt der Algorithmus automatisch alle Nutzer aus ihren Accounts. Die Sperrung erfolgt anscheinend auch dann, wenn der Gruppenname nur nachträglich und nur für kurze Zeit geändert wurde. WABetaInfo nach sind allerdings nur große Gruppen betroffen, die mehr als 100 Mitglieder haben.

Im Grunde genommen reicht es schon aus, wenn ein einziger Nutzer mit Admin-Rechten sich einen Scherz erlauben möchte, schon sind alle Mitglieder der Gruppe gesperrt. Eine Reaktivierung des Accounts scheint nicht möglich zu sein. Letztlich bliebe dann nur der Wechsel der Telefonnummer als Möglichkeit, um WhatsApp weiter nutzen zu wollen.

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WhatsApp bleibt stur: Nutzer bleiben gebannt

Berichten von betroffenen Users zufolge weicht Facebook als Betreiber des Messengers keinen Zentimeter von der harten Linie ab. Bei Beschwerden soll es nur eine automatisch generierte E-Mail geben. Dort wird lediglich darauf hingewiesen, dass gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wurde. Weitere Antworten werde es „nicht geben“.

WhatsApp kann aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht auf Nachrichten innerhalb der Chats zugreifen, wohl aber auf die Metadaten (Gruppenname, Beschreibung und Erstelldatum). Alleine aus diesen Daten entscheidet der Algorithmus, ob Gruppenmitglieder ihren Account verlieren oder nicht. Was tatsächlich in der Gruppe besprochen wird und ob es sich um einen ironisch gemeinten Gruppennamen handelt, findet keine Beachtung.

Es muss nicht immer WhatsApp sein: Was Alternativen besser machen, erfahrt ihr in der Bilderstrecke.

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Das können andere Messenger besser als WhatsApp

Wer Mitglied in großen WhatsApp-Gruppen ist, kann sich nur bedingt vor Missbrauch schützen. Es empfiehlt sich aber derzeit, den Gruppennamen zumindest nicht von allen Nutzern ändern lassen zu können. Potenziellen Scherzbolden sei gesagt, dass auch sie ihren Account verlieren werden, wenn sie jetzt erst recht einen kriminellen Gruppennamen vergeben.

Was denkt ihr über diese drastische Maßnahme von WhatsApp? Ist die „Aufräumaktion“ gerecht oder geht Facebook hier einen Schritt zu weit? Meldet euch mit eurer Meinung in den Kommentaren.

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