Mit einem Cover des beliebten Coldplay-Songs „Fix You“ feiert die Boyband BTS aus Südkorea aktuell grandiose Erfolge auf YouTube. Was viele K-Pop-Fans begeistert, kommt allerdings bei einem Radiomoderator gar nicht gut an. An seiner Live-Entgleisung erhitzen sich die Gemüter.

BTS-Fans schockiert: Bayern-3-Moderator wird Rassismus vorgeworfen

Der südkoreanischen Boyband BTS ist ein beeindruckender Aufstieg gelungen. Die 7 Sänger haben eine riesige internationale Fangemeinde, obwohl sie in vielen Titeln koreanisch singen. Mit dem Cover von Coldplays „Fix You“ war beim Konzert der Reihe MTV Unplugged auch etwas mehr fürs internationale Publikum dabei. Und das kommt an: In Deutschland gehört der Titel auf YouTube zu den aktuellen Top-Trends, führte sie zwischenzeitlich sogar an. Seit dem Konzert am 23. Februar haben sich über 10 Mio. Views angesammelt.

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Dass die Band nicht nur Fans hat, machte der Radiomoderator Matthias Matuschik von Bayern 3 in seiner Show nun überdeutlich: Er zog gehörig vom Leder und sieht sich wegen einiger Äußerungen Vorwürfen von Rassismus gegenüber. Auf Twitter trendet der Hashtag #Bayern3Racist weltweit, der digitale Shitstorm wütet.

Fans von BTS und Twitter-Nutzer werfen dem Moderator Vergleiche zwischen der asiatischen Band und dem Coronavirus vor, „wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt“, so Matuschik in seiner Live-Sendung. Er relativierte seine Äußerungen zwar direkt, so richtig geholfen hat das aber offenbar nicht. Wie Deutsche Welle berichtet, ist der mediale Aufschrei längst so international wie die BTS-Fans. Auch Band-Mitglieder äußerten sich bereits und lehnen die Beleidigungen als rassistisch ab.

BTS performen das Cover von Fix You:

Bayern 3 stellt sich hinter seinen Moderator

Der Sender stellt sich unterdessen hinter seinen Moderator. Es sei der „Charakter dieser Sendung und auch des Moderators, seine Meinung klar, offen und ungeschminkt zu äußern“, heißt es in einer Stellungnahme. Es handele sich um eine „persönliche, geschmackliche Meinung“, die niemand teilen müsse, ebenso wie die „durchaus derbe Ausdrucksweise“. Unter anderem mit seinem persönlichen Engagement habe der Moderator aber gezeigt, dass ihm Fremdenfeindlichkeit fern liege.

Auch wenn offenbar streitbar ist, welche Art der Äußerungen nun als rassistisch gelten und welche nicht – dass Matuschik mit seinen Aussagen über das Ziel hinausgeschossen ist, wie auch der Sender meint, dürfte unstrittig sein.